Sondertreffen

28. Februar 2020 14:17; Akt: 28.02.2020 14:24 Print

NATO stellt sich hinter Türkei

Die NATO hat den Luftangriff auf türkische Soldaten in Nordsyrien verurteilt. Russland und Syrien müssten ihre Offensive in Idlib stoppen.

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Jens Stoltenberg, Generalsekretär der Nato, spricht im Nato-Hauptquartier. (Bild: Olivier Matthys)

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Die Nato hat den jüngsten Luftangriff in Nordsyrien scharf verurteilt. «Die Alliierten verurteilen die fortgesetzten rücksichtslosen Luftangriffe des syrischen Regimes und Russlands auf die Provinz Idlib», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag nach einem kurzfristig einberufenen Treffen der Nato-Botschafter.

Der Norweger rief Syrien und Russland dazu auf, ihre Offensive zu beenden, internationales Recht zu achten und die Bemühungen der Vereinten Nationen für eine friedliche Lösung zu unterstützen. «Diese gefährliche Situation muss deeskaliert werden.»

33 Tote, 36 Verletzte

Am Donnerstagabend waren bei einem Luftangriff in der Region Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet und 36 weitere verletzt worden. Ankara machte die syrische Regierung verantwortlich und begann Vergeltungsangriffe. Zudem bat die Türkei kurzfristig um ein Treffen des Nordatlantikrats nach Artikel 4 des Nato-Vertrags. Dieser besagt, dass jeder Alliierte jederzeit um Beratungen bitten kann, wenn seiner Meinung nach «die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist».

Stoltenberg sagte am Freitag, das Treffen sei «ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Türkei». Die Türkei sei ein geschätzter Alliierter in der Nato. Die Bündnispartner überprüften regelmäßig, wie sie die Türkei weiter unterstützen könnten. Derzeit hat die Nato Flugabwehrsysteme an der türkischen Grenze zu Syrien stationiert und patrouilliert mit Nato-Flugzeuge im türkischen Luftraum.

Der Nordatlantikrat ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Nato. Er trifft sich in der Regel einmal pro Woche auf Ebene der Botschafter und etwa halbjährlich auf Ebene der Außen- und Verteidigungsminister.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dusninja am 28.02.2020 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was hat die Nato damit zu tun, wenn die Türkei als Aggressor einen Angriffskrieg in einem anderem Land führt. Seit wann gehört Idlib zur Türkei und damit zu Artikel 4 (Angriff auf das eigene Territorium)?

  • jeanpaul am 28.02.2020 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waat hun türkesch zaldoten dann an syrien ze dinn ausser dass de d geigner vum islameschen staat bekämpfen? sollen sech weg haalwn, dann geschitt hinnen naischt. d NATO ass en rengt verteidegungsbündnis, kann also net concerneiert sin wann d türkei en aanert land ugreift an dei sech verteidegen!

  • Arm am 28.02.2020 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da fragt man sich warum so Europa gefragt ist bei seinen Mitbürger die machen sowieso was sie wollen und helfen jedem Idioten Darum wäre es einfacher die EU aufzuheben

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 29.02.2020 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artikel 5 vum Nato Bündnis.

  • Léon am 29.02.2020 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Le Luxembourg est dans l’OTAN donc le Luxembourg participe à la guerre,le gouvernement luxembourgeois envoie tous les ans une somme colossale a l OTAN pour que le Luxembourg participe aux guerres.Merci Asselborn

  • Schlechter Scherz am 29.02.2020 02:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Türken in der Türkei wären, würde niemand sie angreifen. Was hat das mit der NATO zu tun und wieso kann die NATO einem Staat (Syrien) verbieten wollen, sich gegen Eindringlinge zu verteidigen und sich zu diesem Zweck Hilfe zu suchen (Russland)?? Die Türkei gehört weder nach Europa noch in die NATO!

  • Bebbi am 28.02.2020 20:02 Report Diesen Beitrag melden

    Beispiel: Luxemburg beginnt einen Krieg mit Russland....Stoltenberg spricht: Das Treffen ist ein Zeichen der Solidarität mit Luxemburg, ein geschätzter Alliierter der Nato, und blablabla.

  • Neenee Jeejee am 28.02.2020 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die Türkei handelt eigenmächtig und hat keinen Natoauftrag. Was soll das Gerede von Stolzenburg? Die Amis möchten sicher gerne neue Waffen liefern?