Corona-Virus

28. November 2021 11:10; Akt: 28.11.2021 11:10 Print

Neue Omikron-​​Variante breitet sich in Europa aus

Nachdem in Südafrika erste Fälle einer neuen Corona-Variante registriert wurden, treten in vielen europäischen Ländern erste Infektionen mit der Omikron-Variante auf.

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In Europa häufen sich die Corona-Fälle mit der erstmals in Südafrika entdeckten neuen Virusvariante Omikron und versetzen den Kontinent in Alarmbereitschaft: Nach ersten Fällen in Deutschland, Großbritannien und Italien wurde die neue Mutante am Samstag auch in Tschechien gemeldet. In Bayern bestätigten die Behörden zwei Fälle. In den Niederlanden wurden 61 von rund 600 Flugpassagieren aus Südafrika positiv auf Corona getestet. Ob die Omikron-Variante darunter ist, sollen die am Sonntag erwarteten Testergebnisse zeigen.

Bei den in Bayern bestätigten Fällen handle es sich um zwei Menschen, die am Mittwoch über den Flughafen München eingereist seien und sich seit Donnerstag nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation befänden, teilte das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege am Samstagabend mit.

Erste Verdachtsfälle in Deutschland

Nach der Berichterstattung über die neue Virusvariante hätten die beiden Betroffenen «vorausschauend selbst eine Untersuchung auf die Variante veranlasst», erklärte das Ministerium in München. Ein mutmaßlich mit der Variante infizierter deutscher Reiserückkehrer aus Südafrika war bereits am vergangenen Sonntag über den Flughafen Frankfurt eingereist, wie das hessische Sozialministerium mitteilte. Das Ergebnis der vollständigen Sequenzierung stehe noch aus. Die Person war vollständig geimpft.

Unterdessen bestätigte ein Krankenhaus in Tschechien die Infektion einer aus Namibia eingereisten Patientin mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron. Aus Österreich wurde ein erster Verdachtsfall gemeldet.

Israel macht Grenzen dicht

Ab Sonntagabend schließt Israel wegen der neuen Virusvariante seine Grenzen erneut für Ausländer. «Die Einreise für ausländische Staatsbürger nach Israel wird untersagt, mit Ausnahme von Fällen, die von einem Sonderkomitee genehmigt werden», teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Die Regierung muss der vom Corona-Kabinett beschlossenen Maßnahme noch zustimmen. In Israel wurde bislang ein Fall der neuen Virusvariante Omikron bestätigt.

Geimpfte israelische Staatsbürger dürfen demnach weiterhin einreisen, müssen aber einen PCR-Test vorlegen und sich für drei Tage in Quarantäne begeben. Ungeimpfte Israelis müssen für sieben Tage in Quarantäne.

UK verschärft Einreisebedingungen

In Großbritannien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei miteinander in Verbindung stehende Omikron-Fälle entdeckt, bei denen es einen Zusammenhang mit einer Reise ins südliche Afrika gibt. Der britische Premierminister Boris Johnson kündigte generelle Verschärfungen der Einreisebedingungen an. Künftig müssen alle Einreisenden zwei Tage nach ihrer Ankunft in Großbritannien einen PCR-Test machen und sich bis zur Vorlage des Ergebnisses isolieren, sagte er bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.

Bei den am Amsterdamer Flughafen gestrandeten Passagieren handelt es sich der niederländischen Gesundheitsbehörde GGD zufolge um Reisende aus Südafrika. Neben den 61 positiven Ergebnissen habe es 531 negative Coronatests gegeben. Die positiv Getesteten wurden in einem Quarantänehotel nahe des Flughafens untergebracht. «Die Omikron-Variante wurde wahrscheinlich unter den getesteten Personen gefunden», gab das nationale Gesundheitsamt bekannt.

Lob für Südafrika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die nach dem griechischen Buchstaben Omikron benannte Variante als «besorgniserregend» ein. Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC hält das Risiko einer Ausbreitung in der EU für «hoch bis sehr hoch». Am Freitag hatte Belgien als erstes EU-Land eine Infektion mit Omikron bei einem Reisenden aus Afrika festgestellt.

Die USA lobten unterdessen Südafrika für seine «Transparenz» gegenüber dem Rest der Welt seit der Entdeckung der Omikron-Variante. US-Außenminister Antony Blinken gratulierte «den südafrikanischen Wissenschaftlern zur schnellen Identifizierung der Omikron-Variante» und lobte «die südafrikanische Regierung für ihre Transparenz bei der Weitergabe dieser Informationen, die als Vorbild für die Welt dienen sollte».

(L'essentiel/AFP/bho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 123 am 28.11.2021 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nee wei kann daat sin, dat wann Leit reesen, sech e Virys kann verbreeden. Se gin dach all getest wanns de fort fleihen an erem kommen. Oder net? Dann kann et jo net sin dat esou Leit frei kennen ronderem laafen.

  • trebron am 28.11.2021 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit einem Lob an Südafrika kann ich nichts kaufen.

  • Meinung am 28.11.2021 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Klar gestellt, die Omikorn Variante wurde zwar in Suedafrika entdeckt, jedoch muss das nicht heissen, dass diese hier mutiert ist. Europa macht Panik, um seine eigenen Probleme zu vertuschen. Wuerden sich mal die Politiker vor Ort, die Lagen anschauen, dann wuerden sie sehr oft anders handeln. Eine vierte Welle wird auch das südliche Afrika treffen, das steht fest, hier leben auch nur Menschen wie in Europa, nur ob schlimmer als in Europa werden wir sehen. Die letzte Variante wurde genau so ein Tam Tam gemacht aber Delta hat alles übertroffen und die kommt nicht aus Afrika.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pablo am 13.01.2022 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wann wird aufgehört uns in Angst und Schrecken zu versetzen und immer mit neuen Varianten zu kommen. Hört endlich auf damit.

  • Valchen am 29.11.2021 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zou Clinton Zéiten hun Se Daat: “Wag the dog”! Genannt! Em vun méih Groussen Problemer oofzelénken!

  • Nico am 28.11.2021 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komm, wir reagieren erst wenn Omikron in ganz Europa verbreitet ist. Bettel hatte jetzt Weekend und Omikron anscheinend auch. Ein Glück dass wir auf einer Insel leben.

  • Meinung am 28.11.2021 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Klar gestellt, die Omikorn Variante wurde zwar in Suedafrika entdeckt, jedoch muss das nicht heissen, dass diese hier mutiert ist. Europa macht Panik, um seine eigenen Probleme zu vertuschen. Wuerden sich mal die Politiker vor Ort, die Lagen anschauen, dann wuerden sie sehr oft anders handeln. Eine vierte Welle wird auch das südliche Afrika treffen, das steht fest, hier leben auch nur Menschen wie in Europa, nur ob schlimmer als in Europa werden wir sehen. Die letzte Variante wurde genau so ein Tam Tam gemacht aber Delta hat alles übertroffen und die kommt nicht aus Afrika.

  • 123 am 28.11.2021 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nee wei kann daat sin, dat wann Leit reesen, sech e Virys kann verbreeden. Se gin dach all getest wanns de fort fleihen an erem kommen. Oder net? Dann kann et jo net sin dat esou Leit frei kennen ronderem laafen.