Österreich/Wien

31. August 2021 11:44; Akt: 31.08.2021 12:00 Print

Österreich weist Asselborn-​​Kritik als «absurd» zurück

Die Kritik an der Flüchtlingspolitik sei «schlicht absurd», sagte Österreichs Außenminister. Das Land beherberge pro Kopf die zweitgrößte Gemeinschaft an Afghanen in der EU.

storybild

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (rechts) wies die Kritik von Asselborn zurück. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Österreich hat die Kritik des luxemburgischen Einwanderungsministers Jean Asselborn an der Flüchtlingspolitik des Landes mit Blick auf Afghanistan scharf zurückgewiesen. Die Äußerungen von Asselborn seien «schlicht absurd», sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg am Dienstag. Das Land beherberge weltweit gesehen pro Kopf die viertgrößte Gemeinschaft an Afghanen und die zweitgrößte innerhalb der EU. «Es wäre zu begrüßen, würde Asselborn einen ähnlichen Grad an Solidarität und Mitmenschlichkeit zeigen. Dafür müsste Luxemburg nämlich sechs Mal so viele Afghanen aufnehmen, wie derzeit dort leben», so Österreichs Chefdiplomat.

«Die tragische Situation in Afghanistan für billigen Populismus zu missbrauchen und die Fehler aus 2015 und 2016 blind zu wiederholen, macht einen noch lange nicht zum guten Europäer», sagte Schallenberg. Asselborn hatte der «Welt» (Dienstag) gesagt, Österreich und auch Slowenien lehnten direkte menschliche Solidarität in diesem extrem dramatischen Moment mit dem gefolterten Volk in Afghanistan ab. «Sie verlieren damit die Qualität, ein Europäer zu sein. Dagegen muss die Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Werte der Europäischen Union stehen», sagte Asselborn.

Österreich setzt auf Hilfe vor Ort und will keine Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen. Die EU-Kommission hatte kürzlich alle EU-Länder aufgerufen, über das Umsiedlungsprogramm (Resettlement) des UN-Flüchtlingshilfswerks mehr Menschen aus Afghanistan aufzunehmen.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 31.08.2021 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe jeden Afghanen, der aus seinem Land flieht und woanders ein neues Leben anfangen möchte. Es steht aber nirgendwo, dass dies in der EU zu geschehen hat.

  • trebron am 31.08.2021 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Asselborn muss eben stets in Schlagzeilen geraten. Andere EU-Aussenminister zeigen sich verdeckt, wobei deren Politik derjenigen von Asselborn in nichts nachsteht.

    einklappen einklappen
  • Pit schmit am 31.08.2021 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Österreicher, bitte standhaft bleiben. Und ich entschuldige mich für unseren Außenminister.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Miridiotenvunletzebuerg am 01.09.2021 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FRENZ wann Diäten net esou fett wieren....

  • Miridiotenvunletzebuerg am 01.09.2021 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nico Die ganz Schold di se bis elo gemach hun mussen leider eis Kanner, Enkelkanner Urenkelkanner asw blechen!!!!

  • Miridiotenvunletzebuerg am 01.09.2021 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FRANZ De Premier hät do schon lang dem Quasseljang e Maulkuerf misse verpassen, deen ass dach Gehierlos...

  • Robbes am 01.09.2021 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Außer dem deutschen Fernsehen nimmt niemand mehr Herrn Asselborn ernst.

  • À leon am 01.09.2021 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aarbechtsdeier A wéi eng Parteie sinn daat dann?