Nach Darm-OP

22. September 2021 07:06; Akt: 22.09.2021 07:08 Print

Papst macht Witze über seinen eigenen Tod

Im Juli wurde das Kirchenoberhaupt am Darm operiert. Es wurden Spekulationen über einen möglichen Rücktritt laut. «Gott sei Dank geht es mir gut», sagt der 84-Jährige.

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Die Darmoperation von Papst Franziskus vor gut zwei Monaten hat nach Aussage des Kirchenoberhaupts Vorbereitungen auf seinen Tod ausgelöst. Einige Kardinäle hätten sich sofort über die Vorbereitung eines möglichen Konklaves zur Wahl eines neuen Papsts beraten, sagte Franziskus laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der seriösen Jesuitenzeitschrift «Civiltà Cattolica» während eines informellen Treffens mit rund 50 Jesuiten in der Slowakei am 12. September.

Teil des Darms entfernt

Er sei aber «immer noch am Leben. Auch wenn manche meinen Tod wollen», fügte der Papst, selbst ein Jesuit, im Scherz hinzu. Der 84-Jährige hatte sich Anfang Juli einer Operation unter Vollnarkose unterzogen, bei der ihm wegen einer Entzündung ein Teil des Darms entfernt wurde. Zehn Tage später wurde er aus der Klinik entlassen.

«Ich weiß, dass es sogar Treffen von Prälaten gab, die dachten, der Zustand des Papsts sei ernster als gesagt wurde», berichtete Franziskus dem Bericht zufolge seinen Mitbrüdern. «Sie haben das Konklave vorbereitet. Geduld!», fügte der Argentinier ironisch hinzu. «Gott sei Dank geht es mir gut.»

Papst will weiter auf Reisen gehen

Wenn ein Papst stirbt oder zurücktritt, treffen sich die Kardinäle zum sogenannten Konklave, um geheim über einen Nachfolger abzustimmen. Anfang des Monats hatte sich Franziskus genötigt gesehen, Spekulationen in italienischen Medien über einen möglichen Rücktritt zurückzuweisen. «Das ist mir nicht einmal in den Sinn gekommen», sagte der Papst in einem Interview mit dem spanischen Radiosender «Cope».

Auch damals hatte er auf die Frage nach seinem Gesundheitszustand lachend geantwortet: «Ich lebe noch!» Das Oberhaupt der katholischen Kirche will weiter auf Reisen gehen. Für November ist seine Teilnahme an der UN-Klimakonferenz in Glasgow geplant.

(L'essentiel/AFP/roa)

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