Innenminister

25. September 2020 21:50; Akt: 25.09.2020 21:50 Print

Angriff als «islamistischer Terrorakt» bewertet

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach der Messerattacke am Freitagmittag wegen Terrorverdachts, zwei Verdächtige sind festgenommen worden.

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Nach der Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Pariser Satiremagazins «Charlie Hebdo» mit mindestens zwei Verletzten gibt es einen Terrorverdacht. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte am Freitag, dass sie ermittelt. Einen ersten Verdächtigen hatte die Polizei in der Nähe des Place de la Bastille, unweit des Tatorts festgenommen. Nun meldet die Deutschen Presse-Agentur die Festnahme eines zweiten Verdächtigen.

Am Freitagnachmittag sind mehrere Menschen im Zentrum von Paris von einem Bewaffneten mit einem Messer angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo», wie Premierminister Jean Castex sagte.

Am Freitagabend hat Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin die Messerattacke in der Nähe der ehemaligen «Charlie Hebdo»-Redaktion als «islamistischen Terrorakt» bezeichnet. Es gebe kaum Zweifel, dass es ein weiterer «blutiger Angriff auf unser Land ist», sagte er am Freitagabend im französischen Fernsehen.

Er habe die Polizeipräfektur außerdem gebeten, zu überprüfen, warum die Bedrohung in dieser Strasse unterschätzt worden sei – auch wenn die Redaktion dort seit mehreren Jahren nicht mehr ihren Sitz habe.

Mindestens zwei Schwerverletzte

Mindesten zwei Menschen seien schwer verletzt worden, sagte die Polizeipräfektur. Die Bürger hatte die Polizei aufgefordert, den Bereich im elften Arrondissement wegen des Polizeieinsatzes zu meiden.

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf «Charlie Hebdo» läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden waren. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von «Charlie Hebdo», sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. «Charlie Hebdo» hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

(L'essentiel/dpa)

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