Italien

18. Oktober 2021 11:42; Akt: 18.10.2021 11:42 Print

Polizei räumt Blockade gegen 3G-​​Pflicht in Triest

Weil sie nur noch mit einem «Grünen Pass» zur Arbeit dürfen, protestieren in Triest und Genua Hunderte von Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeitern.

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Nach tagelangen Protesten von Aktivistinnen und Arbeitern im Hafen der norditalienischen Stadt Triest gegen das Corona-Zertifikat hat die Polizei mit der Räumung von Blockaden begonnen. Polizeibeamte mit Helmen und Schildern sowie Wasserwerfern stellten sich am Montagmorgen vor dem Durchgang Nummer vier des Hafens auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete und auf Fernsehbildern zu sehen war. Es kam zu Rangeleien mit den Ordnungskräften, die die Protestierenden zurückdrängten. Auch Wasserwerfer wurden eingesetzt.

Hafenmitarbeitende demonstrierten gegen «Grünen Pass»

Hafenarbeiterinnen und -arbeiter sowie Aktivistinnen und Aktivisten hatten seit Tagen gegen die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes – ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung, eines negativen Tests oder einer Genesung von der Krankheit – auf die Arbeitswelt demonstriert. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte beschlossen, dass das Zertifikat ab dem 15. Oktober (vergangener Freitag) notwendig sei, um zur Arbeit gehen zu dürfen.

Heftige Auseinandersetzungen mit Polizei

Die Hafenarbeiterinnen und -arbeiter in Triest hatten mit einer Blockade gedroht. Der Betrieb in dem für die Wirtschaft wichtigen Hafen wurde allerdings nicht entscheidend eingeschränkt. Die Entscheidung der Regierung hatte am Samstag vor einer Woche in der Hauptstadt Rom bereits zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei geführt.

(L'essentiel/dpa/lea)

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