Brexit

10. Januar 2019 16:33; Akt: 10.01.2019 16:43 Print

Profitiert Luxemburg von den Gelbwesten?

LUXEMBURG/PARIS – Der Brexit verunsichert die Finanzwelt, aber seit den Protesten wackelt auch Paris als mögliche Alternative für London. Eine Chance für das Großherzogtum?

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Laut der jüngsten KPMG-Umfrage haben sich bereits 46 Unternehmen dafür entschieden, ihre Aktivitäten von London in das Großherzogtum zu verlagern. (Bild: Editpress)

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Der Pariser Finanzplatz «kann vom Brexit profitieren», aber die Bewegung der Gelbwesten wirft bei den internationalen Finanzakteuren «Fragen» auf, sagte Robert Ophèle, der Leiter der französischen Finanzaufsicht (AMF) der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Die französische Hauptstadt erhält eine ganze Reihe von Anfragen von Banken, Versicherungen oder Verwaltungsgesellschaften, aber Ophèle erklärt, dass diese Gesprächspartner «sich vermehrt mit der Dauer und den Folgen der Gelbwesten-Proteste» auseinandersetzen.

Diverse «amerikanische, japanische und britische Unternehmen sind sich zunehmend unsicher: Sie schauen sich samstags Bilder von Paris an und sind besorgt um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter», fügt er hinzu. Das könnte anderen Finanzplätzen in der EU zugute kommen, betonte Ophèle und nannte Luxemburg, aber auch Dublin, Frankfurt, Amsterdam und Brüssel als mögliche Profiteure. Laut der jüngsten KPMG-Umfrage haben sich bereits 46 Unternehmen dafür entschieden, ihre Aktivitäten von London in das Großherzogtum zu verlagern.

Doch laut dem französischen Experten wird es zumindest kurzfristig «keinen dominanten Finanzplatz» geben. «London wird ein wichtiger globaler Finanzplatz für die Kapitalmärkte bleiben», da sich die Stadt «auf ein vollständiges Ökosystem verlassen kann, das vom notwendigen Personal bis zur Infrastruktur reicht» und über «einen angepassten und bekannten Rechtsrahmen» für die Finanzakteure verfügt, argumentierte er.

(L'essentiel)

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