Gegen Demonstranten

25. Oktober 2020 18:59; Akt: 25.10.2020 19:00 Print

Regierung in Belarus setzt Blendgranaten ein

Seit Wochen protestieren Demonstranten in Belarus gegen das autoritäre Regime Lukaschenkos. Nun setzen die Sicherheitskräfte Blendgranaten ein.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei neuen Massenprotesten in der belarussischen Hauptstadt Minsk haben Sicherheitskräfte Agenturberichten zufolge Blendgranaten eingesetzt. Es habe sich um mindestens zehn solcher Granaten gehandelt, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Sonntag. Die Agentur RIA meldete zudem, das belarussische Innenministerium prüfe Berichte, nach denen bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und den Demonstranten Schüsse gefallen seien.

Augenzeugen berichteten im Nachrichtenkanal Telegram von mehreren Verletzten. Das Innenministerium bestätigte am Sonntag den «Einsatz der Spezialmittel gegen gewaltbereite Demonstranten». Sie sollen zuvor eine Absperrung durchbrochen haben. Auf Videos waren Schuss- und Explosionsgeräusche zu hören sowie Blitzlichtgewitter zu sehen. Die Erschütterungen lösten in dem betroffenen Viertel Alarmanlagen an vielen Autos aus. Es gab mehrere Festnahmen.

Am Sonntag gingen wie so oft in den letzten Wochen Zehntausende gegen Präsident Alexander Lukaschenko auf die Straße. Viele der Demonstranten in Minsk und anderen Städten des Landes skandierten «Streik». Die Opposition hat mit einem landesweiten Ausstand gedroht, sollte Lukaschenko nicht bis Mitternacht zurücktreten.

(L'essentiel/REUTERS/SDA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.