Färöer-Inseln

16. September 2021 21:29; Akt: 16.09.2021 21:32 Print

Regierung schaltet sich nach Delfin-​​Massaker ein

Nachdem auf den Färöer Inseln massenhaft Delfine getötet wurden, gab es international heftige Kritik. Jetzt will die Regierung eingreifen.

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Das Bild, das sich Jahr für Jahr in den Buchten rund um die Färöer-Inseln zeigt, ist nichts für Zartbesaitete. Delfine werden aus Tradition getötet. Dies sorgte erst kürzlich für internationale Kritik. Denn nach einer aus den Fugen geratenen Delfinjagd mit insgesamt 1428 getöteten Delfinen will die dortige Regierung die Praxis auf den Prüfstand stellen.

Die Situation bei der Jagd vergangenen Sonntag sei wegen der erheblichen Größe der in die Enge getriebenen Delfinschule außergewöhnlich gewesen, schrieb Regierungschef Bárður á Steig Nielsen am Donnerstag in einer Mitteilung auf der Regierungswebseite. Trotzdem werfe der Vorgang Fragen auf hinsichtlich der Zahl der Delfine, die bei einer einzigen Jagd getötet werden sollten, sowie im Bezug auf die Jagdmethoden.

Jagd auf Weißseitendelfine nicht so traditionell wie auf Grindelwale

Die Jagd auf die Meeressäuger wird «Grindadrap» bezeichnet und seit Jahrhunderten auf den zum dänischen Königreich zählenden, aber weitgehend autonomen Inseln im Nordatlantik betrieben. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von über 1400 getöteten Delfinen ist also außergewöhnlich hoch.

Die Jagd auf Weißseitendelfine sei nicht im selben Maße in der Tradition der Färöer-Inseln verwurzelt wie die auf Grindwale und habe nicht dieselbe kulturelle Legitimation, so der Regierungschef. Er fügte hinzu: «Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst. Obwohl diese Jagden als nachhaltig gelten, werden wir uns die Delfinjagden und welchen Platz sie in der Gesellschaft der Färöer spielen sollten, sehr genau anschauen.»

(L'essentiel/dpa/fos)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nina am 17.09.2021 02:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Onnotz an grausam Traditiounen, grad esou wéi de Stéierkampf wou keen dogéint ukënnt.

  • Yes am 17.09.2021 05:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere töten wegen Traditionen ?? Gehen wir zurück in der Evolution , unfassbar das alles ????????

  • Pia am 17.09.2021 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et ass vun Haerzen wënschenswert dat ENDLECH ALL DÉIER dee Respekt an Achtung krit, dat et verdéngt huet!! Onfassbar.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabriele Meister, Aschaffenburg-BRD am 19.09.2021 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Delfine sind sehr intelligent und sozial! Auch sie verspüren Angst und Schmerz. Diese Hetzjagt und anschliessende Ermordung von über 1400 Delfinen ist babarisch. Das sind keine Menschen und keine Christen die fähig sind so etwas zu tun, das sind Bestien!

  • marco am 17.09.2021 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wie krank und perverse muss man sein soetwas Tradition zu nennen? Selbst wenn bei der sogenannt Jagd das Fleisch zum Verzehr dienen sollte sehe ich nicht ein wieso die Tiere bei lebendigem Leibe mit Messern aufgeschlitzt werden und elend zugrunde gehen müssen.

  • Johnny am 17.09.2021 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach eng Rise Sauerei, an dat an Europa.... (och wann se net zur EU gehéieren...)

  • Kim S. am 17.09.2021 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wei gesteiert sin dei dann, haut zu Daags nach sou Sachen ze machen. Lauter Idioten sin et.

  • Pia am 17.09.2021 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et ass vun Haerzen wënschenswert dat ENDLECH ALL DÉIER dee Respekt an Achtung krit, dat et verdéngt huet!! Onfassbar.