Wegen Erdogan-Kritik

06. März 2020 07:35; Akt: 06.03.2020 07:41 Print

Schlägerei im türkischen Parlament

In der Türkei gibt es immer mehr Unruhen wegen den Migranten an der Grenze zu Griechenland. Nun ist es im türkischen Parlament sogar zu einer Schlägerei gekommen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seitdem die Türkei ihre Grenzposten zur EU geöffnet hat, befinden sich mehr als 10.000 Flüchtlinge im Niemandsland vor den verschlossenen Toren Griechenlands.

Türkische Spezialkräfte zur Grenzsicherung eingesetzt

Damit die Migranten nicht zurück in die Türkei strömen, wurden jetzt 1.000 Polizisten zur Grenze geschickt. Sie sollen «verhindern», dass die griechische Regierung die Menschenmassen «zurückdrängt», sagte Innenminister Süleyman Soylu bei einem Besuch der Region. Bei den Polizisten handle es sich um voll ausgerüstete Spezialkräfte.

Vorschläge für Migrantenverteilung

Bisher hält die griechische Regierung mit Unterstützung der EU dem Ansturm stand. Luxemburg hat unterdessen vorgeschlagen, jedes EU-Land solle pro halber Million Einwohner zehn unbegleitete Minderjährige von den griechischen Inseln holen, wo 20.000 Migranten in Lagern sitzen.

Die deutschen Grüne forderten in einem Antrag im Bundestag, 5.000 schutzbedürftige Migranten aufzunehmen, was von der Regierung abgelehnt wurde.

Schlägerei im türkischen Parlament

Ein türkischer Oppositionspolitiker kritisierte bei einer Pressekonferenz Präsident Recep Tayyip Erdogan wegen des Militäreinsatzs in Syrien unter anderem als «Verräter», der «ehrlos» sei. Als Engin Özkoc danach ins Parlament zurückkehrte, gingen plötzlich mehrere Abgeordnete von Erdogans Partei auf ihn los. Es kam zu einer Prügelei mit zahlreichen Politikern.

Das Resultat: fünf Verletzte und eine Klage Erdogans.

Der Staatschef will von Engin umgerechnet 150.000 Euro Entschädigung für dessen «maßlose und unqualifizierte» Äußerungen. Außerdem wird nun wegen Beleidigung des Präsidenten ermittelt.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dick Tattor am 06.03.2020 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Und das Land sollte in die EU aufgenommen werden ….

  • Thomas Bosch am 06.03.2020 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das so weiter geht braucht Europa eine Mauer... Man sollte sich endlich der Realität stellen, die EU braucht eine neue Verteidigungspolitik. Wir sind so abhängig von den Grossmächten die ungehindert ihren kalten Krieg im Nahen Osten weiterführen und Europa schaut zu. Flüchtlinge die als politisches Druckmittel im Niemandsland festsitzen während sich die Mitgliedsländer vor einem Rechtsruck fürchten. Wir müssen aktiv eingreifen und diesen Konflikt lösen, wer soll es sonst tun? Rumsitzen und nichts tun hat uns schon Weltkriege beschert, die Geschichte wiederholt sich immer wieder...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Bosch am 06.03.2020 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das so weiter geht braucht Europa eine Mauer... Man sollte sich endlich der Realität stellen, die EU braucht eine neue Verteidigungspolitik. Wir sind so abhängig von den Grossmächten die ungehindert ihren kalten Krieg im Nahen Osten weiterführen und Europa schaut zu. Flüchtlinge die als politisches Druckmittel im Niemandsland festsitzen während sich die Mitgliedsländer vor einem Rechtsruck fürchten. Wir müssen aktiv eingreifen und diesen Konflikt lösen, wer soll es sonst tun? Rumsitzen und nichts tun hat uns schon Weltkriege beschert, die Geschichte wiederholt sich immer wieder...

  • Dick Tattor am 06.03.2020 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Und das Land sollte in die EU aufgenommen werden ….