Ibiza-Video

03. Juni 2019 17:12; Akt: 03.06.2019 17:17 Print

Strache zeigt «Spiegel» und «Süddeutsche» an

Das «Ibiza-Video» brachte den ehemaligen österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian zu Fall. Nun geht er gegen alle daran beteiligten Personen vor.

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Heinz-Christian Strache, Ex-FPÖ-Chef und Hauptdarsteller in dem Ibiza-Video, geht auch in Deutschland rechtlich gegen mehrere Personen vor.

Straches Anwalt habe «Strafanzeige gegen alle Personen gestellt, die für die Herstellung, Verbreitung und Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos mitwirkend verantwortlich sind», teilte die Staatsanwaltschaft München gegenüber dem Standard mit. Auch die Staatsanwaltschaft in Hamburg erhielt einen Schriftsatz.

Das Nachrichtenmagazin Spiegel und die Süddeutsche Zeitung, die zuerst über das Video berichtet hatten, haben ihren Sitz in Hamburg beziehungsweise München.

Mehrere Anzeigen

Auch Privatpersonen hätten bereits Strafanzeigen gegen die Medien erstattet, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Weil sich diese auch gegen einzelne Personen richten, sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Strache hatte in Wien bereits Anzeige gegen den Anwalt Ramin M., den Detektiv Julian H. und den weiblichen «Lockvogel» erstattet. Da der bürgerliche Name der vermeintlichen Oligarchin nicht bekannt ist, musste Anzeige gegen Unbekannt erstattet werden.

Gesamte Regierung gestürzt

Hintergrund der Regierungskrise in Österreich ist ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Enthüllungsvideo, das zeigt, wie Heinz-Christian Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellt. Daraufhin platzte die Koalition zwischen konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ.

Als Reaktion auf das Ibiza-Video hatte das Parlament in Wien vor einer Woche die gesamte Regierung per Misstrauensvotum gestürzt. Einen Tag später wurde das Kabinett vom Präsidenten formell abgesetzt.

(L'essentiel/fss/red/afp)

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