TV-Debatte

14. März 2017 14:05; Akt: 14.03.2017 14:05 Print

Wilders trug schusssichere Weste

Der Konflikt mit der Türkei war auch Thema in der Debatte zwischen dem niederländischen Ministerpräsidenten Rutte und seinem Konkurrent Geert Wilders.

Rutte gegen Wilders im TV-Duell. Quelle: Youtube/N24

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Konflikt zwischen den Niederlanden und der Türkei weitet sich aus. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Niederlanden «Staatsterrorismus» vorgeworfen. Bei einer Rede im Präsidentenpalast in Ankara drohte Erdogan im Streit um die Absage mehrerer Wahlkampfauftritte türkischer Minister den Niederlanden zudem mit weiteren Sanktionen. Er rief dazu auf, beim Referendum über die Einführung des Präsidialsystems mit Ja zu stimmen, da dies die beste Antwort für «die Feinde der Türkei» sei.

Ganz anders tönt der Rechtspopulist, Geert Wilders: Im gestrigen Fernsehduell mit dem bürgerlich-liberalen Ministerpräsidenten Mark Rutte, bezeichnete Wilders die Bemerkungen der Türkei, die die Niederländer als «Nazi-Überbleibsel» und «Faschisten» bezeichnet hatte, als «verrückt».

Wilders trug schusssichere Weste

Wilders forderte, «mindestens den türkischen Botschafter und dessen Angestellte» aus dem Land zu werfen. «Das ist der Unterschied zwischen twittern vom Sofa und regieren», konterte Rutte. «Wenn Sie ein Land regieren, müssen Sie vernünftige Entscheidungen treffen.»

Wilders trug während der TV-Debatte eine schusssicherer Weste, wie der Telegraaf schreibt. Auf Fotos ist diese im Umriss zu erkennen. Der umstrittene Politiker und scharfe Islamkritiker trage des öfteren solche Westen, schreibt die Zeitung.

Der Gründer der «Partei für die Freiheit» (PVV), der den Koran mit Hitlers «Mein Kampf» gleichsetzt und immer wieder Morddrohungen erhält, steht seit 13 Jahren unter Polizeischutz. Wilders lässt sich selten in der Öffentlichkeit blicken und kommuniziert vornehmlich auf Twitter und Facebook.

(L'essentiel/gux)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.