EU-Gipfel

10. März 2017 16:24; Akt: 10.03.2017 16:44 Print

Xavier Bettel über Europas «Need for Speed»

LUXEMBURG/BRÜSSEL - Wie kann der Tanker EU wieder flottgemacht werden? Luxemburgs Premier betont, sich nicht länger mit Querulanten aufhalten zu wollen.

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Xavier Bettel im Dialog mit Donald Tusk. (Bild: AFP/Stephane de Sakutin)

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Die Idee eines Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten sorgt in der EU für heftigen Streit. Einige Länder interpretierten den Vorschlag als Trennlinie und «neuen Eisernen Vorhang zwischen Ost und West», sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitag nach Ende des EU-Gipfels in Brüssel.

Das sei aber keineswegs gemeint, versicherte Juncker. Die Einigkeit der künftig 27 EU-Staaten stehe über allem. Nur sollten die, die mehr machen wollten als andere, dazu die Möglichkeit haben. Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk betonte: «Es ist klar, dass die Einigkeit der 27 das Wertvollste ist.»

Bettel über die Idee eines «Two-Speed Europe»

Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel betonte energisch: «Ich habe lieber ein Europa, das mit zwei Geschwindigkeiten funktioniert, als ein Europa, das stillsteht.» Es sei nicht sinnvoll, wenn ein oder zwei Länder die Zusammenarbeit blockieren. Der DP-Politiker schäumte noch am Freitagmorgen über den polnischen Widerstand gegen die Wiederwahl von EU-Ratspräsident Tusk und sprach von einer «Trotzreaktion aus einer Ecke», in der man sich «nicht wie ein Erwachsener benimmt».

Wie Bettel hob auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Ende des Brüsseler Gipfels am Freitag hervor, dass die EU trotz der vielen Kritik auch positive Seiten habe. Merkel suchte einen positiven Abschluss der beiden turbulenten Tage und erinnerte daran, dass die Europäische Union «bei allen Problemen, die wir haben, ein gelungenes Modell ist».

Die 27 verbleibenden Länder hatten in Brüssel ohne Großbritannien beraten, wie sich die Europäische Union nach dem Brexit in den nächsten zehn Jahren entwickeln soll. Beschlüsse wurden noch nicht gefasst. Es geht zunächst um die Formulierung einer feierlichen Erklärung, die in zwei Wochen zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge gemeinsam abgegeben werden soll.

(L'essentiel/dpa/jt)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johny am 12.03.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Et gëtt näicht wat net nach besser gemach kann gin. Awer Europa ass elo schon net schlecht. Et gëtt vill Positives, et muss een et just wëllen gesin an sech drun erfreeën kënnen.

  • Kommisar x am 10.03.2017 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man wollte doch Polen unbedingt in der Europäischen Gemeinschaft haben, damit die Nato näher an Russland ist. Aber diese Länder gehören nicht zu uns, und das wusste alle. Also soll die Herren Minister sich auch nicht aufregen.

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  • eurospeed am 11.03.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wann een vill an Europa ënnewee ass gesäit een dass Europa guer net sou schlecht ass wéi gesot gëtt. Et gëtt Länner déi ganz bestëmmt besser do stinn wéi se vun verschidden anerer duergestallt gin. Déi, déi versichen en bessert Bild vun sech selwer ze gin sollen ophalen anerer erof ze machen. Dat europäescht Vollek kann alles an brauch keng möchtegern Besseresser, keng Manipulateuren, keng Querulanten. Wat Europa brauch ass en jonken, dynameschen, zukunftsorientéierten Managment. Kompetent Persounen mat méi Zukunft wéi Vergangenheet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Johny am 12.03.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Et gëtt näicht wat net nach besser gemach kann gin. Awer Europa ass elo schon net schlecht. Et gëtt vill Positives, et muss een et just wëllen gesin an sech drun erfreeën kënnen.

  • Letzebuerger am 11.03.2017 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Mal langsam mit Benelux. Holland's Wahlen abwarten.

  • eurospeed am 11.03.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wann een vill an Europa ënnewee ass gesäit een dass Europa guer net sou schlecht ass wéi gesot gëtt. Et gëtt Länner déi ganz bestëmmt besser do stinn wéi se vun verschidden anerer duergestallt gin. Déi, déi versichen en bessert Bild vun sech selwer ze gin sollen ophalen anerer erof ze machen. Dat europäescht Vollek kann alles an brauch keng möchtegern Besseresser, keng Manipulateuren, keng Querulanten. Wat Europa brauch ass en jonken, dynameschen, zukunftsorientéierten Managment. Kompetent Persounen mat méi Zukunft wéi Vergangenheet.

  • Kommisar x am 10.03.2017 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man wollte doch Polen unbedingt in der Europäischen Gemeinschaft haben, damit die Nato näher an Russland ist. Aber diese Länder gehören nicht zu uns, und das wusste alle. Also soll die Herren Minister sich auch nicht aufregen.

    • George am 10.03.2017 22:16 Report Diesen Beitrag melden

      Luxemburg mit 0,5 mln Europäer ist so gross wie ein Kreis in fast 40 mln Europäer in Republik Polen oder ein Regierungsbezirk/Kreis in Deutschland ... aber macht sich in EU sehr wichtig ! no comments ! etwas kindisch Herr Bettel!

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