Drama in Differdingen

25. April 2016 20:39; Akt: 25.04.2016 21:13 Print

Eltern müssen Tod ihres Kindes mit ansehen

DIFFERDINGEN – Ein zweijähriges Kind ist am Montag auf einer Straße in Differdingen gestorben. Es entwischte seinen Eltern nur für Sekunden - und wurde von einem Lkw erfasst.

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Dieser Tag wird lange im Gedächtnis der Menschen im Differdinger Ortsteil Fousbann bleiben. Es ist 16.30 Uhr, als die Sirenen durch das Viertel schrillen. Feuerwehr und Notarzt rücken an, ein Hubschrauber der Air Rescue schwirrt über den Straßen und landet schließlich am Stadtrand. Die Polizei riegelt die Hauptstraße ab. «Der Tod ist immer unerträglich», wird Differdingens Bürgermeister Roberto Traversini später sagen. «Das gilt umso mehr, wenn es ein Kind trifft.»

Was ist geschehen? Um 16.10 Uhr fährt ein Kipplader die Rue Soleuvre entlang. Der schwere Lkw kommt aus Zollwer und ist auf dem Weg in Richtung Differdinger Innenstadt. Auf der Höhe eines Supermarkt passiert es. Ein kleines Kind, erst zwei Jahre alt, rennt auf dem Gehweg zwischen zwei geparkte Autos – und von da aus auf die vielbefahrene Straße. Der Fahrer des tonnenschweren Trucks kann nicht mehr bremsen, sein Gefährt erfasst das Kind – und tötet es auf der Stelle. Die Eltern stehen daneben und müssen alles mit ansehen. Nur wenige Sekunden lang hatten sie ihr Kind aus den Augen verloren. Sie müssen später von einem Team von Psychologen betreut werden.

«Ich fühle mich schlecht», sagt Roberto Traversini. «Ich denke an die Eltern, an den Fahrer des Lkw und an die Rettungsteams.» Selbst die Polizei spricht von einer «traurigen» und «bedrückenden» Atmosphäre, die sich über die Rue Soleuvre legte, nachdem die Straße gesperrt und die Gaffer verscheucht waren. Und Hunderte Menschen drücken der Familie auf Facebook ihr Beileid aus.

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(sen/nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sam am 25.04.2016 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Main Baileed fir dei Elteren.Esou eppes ass ganz ganz traureg

    einklappen einklappen
  • Kirsten am 26.04.2016 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar! Für die Eltern, aber auch für den LKW-Fahrer. Der muss jetzt damit leben, ein Kind getötet zu haben. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen könnte. Ich wünsche allen Beteiligten viel Kraft!

  • loulou am 26.04.2016 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Et get emmer méi schlemm mam Verkéier. D'Awwunner gin emmer méi zahlräich, den Verkéier emmer méi dcht and d'Stied emmer méi onmenschlech. D'Haptsaach d'Economie an d'Geld spruddelen. Et wärten nach méi esou Onfäll passéieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • loulou am 26.04.2016 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Et get emmer méi schlemm mam Verkéier. D'Awwunner gin emmer méi zahlräich, den Verkéier emmer méi dcht and d'Stied emmer méi onmenschlech. D'Haptsaach d'Economie an d'Geld spruddelen. Et wärten nach méi esou Onfäll passéieren.

  • anonym am 26.04.2016 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Main Baileed un d'famill!an un den Chuaffeur deen daat lo fier emmer an sengem Mapp haalen weard!..

  • marianne sybertz am 26.04.2016 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    mein beileed fir dei Elteren an viel Kraft fir den chauffeur

  • Kirsten am 26.04.2016 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar! Für die Eltern, aber auch für den LKW-Fahrer. Der muss jetzt damit leben, ein Kind getötet zu haben. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen könnte. Ich wünsche allen Beteiligten viel Kraft!

  • amin am 26.04.2016 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sabotic mein beileed !❤️