Flugverkehr

29. Juni 2020 08:26; Akt: 29.06.2020 08:37 Print

Flughafen Hahn freut sich über mehr Fracht

HAHN – Der Hunsrück-Airport tastet sich nach dem fast völligen Ausfall von Passagierflügen in eine neue Normalität vor. Das Frachtgeschäft ist sogar im Aufwind.

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Das Frachtgeschäft am Flughafen Hahn steigerte sich um 81,5 Prozent auf 22.168 Tonnen (Bild: DPA/Thomas Frey)

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Im stark von der Corona-Pandemie geprägten Mai hat der Hunsrück-Flughafen deutlich mehr Fracht verbucht als im gleichen Vorjahresmonat. Das Frachtgeschäft steigerte sich um 81,5 Prozent auf 22.168 Tonnen, wie aus der jüngsten Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervorgeht. Bei zahlreichen anderen größeren deutschen Airports gab es dagegen eine rückläufige Entwicklung.

Von Januar bis Mai 2020 legte das Hahn-Frachtgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,9 Prozent auf 84.878 Tonnen zu. Das Passagiergeschäft stürzte indessen im Mai wie auch an anderen Airports ins Bodenlose. Der Flughafen Hahn gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Mittlerweile sind die strikten Corona-Reisebeschränkungen für Europa weitgehend aufgehoben, die Passagier-Airlines Ryanair, Wizz Air und Air Serbia heben wieder vom Hahn ab. Im Juli will sich die Fluggesellschaft Flyone dazugesellen. Die Zahl der klassischen Touristen sei vorerst noch überschaubar, sagt Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung. Vermutlich größer sei der Anteil von Arbeitnehmern, die ihre Heimat etwa in Süd- und Südosteuropa besuchten. Das erweise sich auch in Krisenzeiten als ein «robustes Geschäftsmodell».

« Wir bieten flexiblen, zuverlässigen, professionellen und kostengünstigen Service. »

Zum Aufschwung des Frachtgeschäfts im Mai erklärt der Manager, in der Corona-Krise sei beispielsweise viel Schutzkleidung über den Hunsrück-Flughafen transportiert worden. Wegen der damals bundesweit weitgehend ausgefallenen Passagierflüge habe es zudem kaum Frachtbeiladungen in Passagiermaschinen gegeben – auch davon habe das Frachtgeschäft des abgelegenen Flughafens mit Nachtfluggenehmigung profitiert. «Wir bieten flexiblen, zuverlässigen, professionellen und kostengünstigen Service», betont Goetzmann.

Ganz anders sah es im Mai im Passagiergeschäft aus: Dieses stürzte am Hahn im Vergleich zum Vorjahresmonat um 97,1 Prozent auf nur noch 3713 Fluggäste ab. Unter ihnen waren viele Transitpassagiere. Von Januar bis Mai 2020 verringerte sich das Passagiergeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 67,7 Prozent auf 206.177 Fluggäste.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 29.06.2020 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Et surtout plus de pollution

  • Patrick W. am 29.06.2020 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wann doch nur die Hälfte, aller Cargo Nachtflüge vom Findel/Luxbg nach HAHN verlegt würde, könnten viele Stad Bewohner sowie Kinder, einen geünderen Schlaf gegönnt werden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 29.06.2020 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Et surtout plus de pollution

  • Patrick W. am 29.06.2020 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wann doch nur die Hälfte, aller Cargo Nachtflüge vom Findel/Luxbg nach HAHN verlegt würde, könnten viele Stad Bewohner sowie Kinder, einen geünderen Schlaf gegönnt werden!

    • emmer nemmen maulen am 29.06.2020 12:17 Report Diesen Beitrag melden

      der Flughafen war frueher da als viele der sich bescherdenden Einwohner

    • Patrick W. am 29.06.2020 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      @ emmer nemmen maulen "Früher" hatte die nationale Cargo noch nicht 30 Flugzeuge. Ausserdem gab es insgesamt weniger Cargo Flüge, weniger Nachtflüge, Respekt und politische Vernunft.

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