Weniger Grenzgänger?

14. November 2017 15:27; Akt: 15.11.2017 07:52 Print

Steuerreform soll die Telearbeit fördern

LUXEMBURG/SAARBRÜCKEN – Eine von Wirtschaftsminister Schneider angestrebte Steuerharmonisierung mit Deutschland soll die Telearbeit fördern – und die Straßen entlasten.

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In vielen Berufen kann man heutzutage flexibel arbeiten – auch vom Café aus. (Bild: DPA/Robert Schlesinger)

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Der Vorstoß von Wirtschaftsminister Etienne Schneider zur Telearbeit stößt im Nachbarland auf Begeisterung. Schneider hatte gefordert ein neues Steuermodell einzuführen, das Anreize für Angestellte schafft, von zu Hause aus zu arbeiten. Dafür wäre aber zunächst eine Abstimmung mit Deutschland notwendig. Der Saarländische Finanzminister Stephan Toscani begrüßte den Vorschlag der grenzübergreifenden Zusammenarbeit.

Schneider hatte vorgeschlagen die Steuereinnahmen gleichmäßig auf den Wohnort des Mitarbeiters, der von zu Hause aus arbeitet und auf den Standort des Unternehmens, also Luxemburg, zu verteilen. Auf das Gehalt des entsprechenden Mitarbeiters solle der Luxemburger Steuersatz angewendet werden. Davon profitierten letztlich alle Beteiligten. Der Arbeitnehmer könnte sich den langen Weg zur Arbeit sparen, der jeweilige Nachbarstaat hätte mehr Steuereinnahmen und Luxemburg könnte mit einem geringeren Verkehrsaufkommen völlig ohne Neuinvestitionen rechnen.

Reduzierung des Pendlerstroms

In einem Interview mit dem Radiosender 100,7 sagte Schneider: «Würde jeder im Durchschnitt nur einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten, würde sich das Verkehrsaufkommen um 20 Prozent reduzieren, ohne auch nur einen Cent in die Straßen zu investieren».

Und die hätten eine Entlastung dringend nötig. Täglich pendeln 42.000 Deutsche, 41.800 Belgier und 83.000 Franzosen nach Luxemburg – doppelt so viele Menschen wie noch vor der Jahrtausendwende. Auch von ökologischer Seite wäre die Förderung der Telearbeit sinnvoll. Schließlich bedeuteten weniger Autos auch weniger Abgase, so Schneider. Er sei sich darüber im klaren, dass das Modell nicht auf jeden Beruf übertragbar ist, dennoch halte er das Projekt für sinnvoll.

(dix/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • arm am 14.11.2017 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Schneider kennt jo och de Firmen soen sie sollen emol als 1 Letzebeuer anstellen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • arm am 14.11.2017 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Schneider kennt jo och de Firmen soen sie sollen emol als 1 Letzebeuer anstellen

    • Don Quijote am 15.11.2017 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Lëtzebuergesch héiert een an der Stadt just nach bei den Drogi'en a Clocharen.... mir si scho lang mat Plang oofgeschaft ginn.

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