Saarland

03. Januar 2018 11:55; Akt: 03.01.2018 12:23 Print

Vater soll Sohn aus Verzweiflung getötet haben

BECKINGEN – Erste Erkenntnisse nach dem Familiendrama im saarländischen Beckingen: Der geständige Vater erklärt die Hintergründe seiner Bluttat.

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Jahrelang schwelende Konflikte und eine tiefe Verzweiflung sind laut Staatsanwaltschaft vermutlich das Motiv für das Familiendrama mit einem Toten im Saarland gewesen. Der erschossene 29-jährige Sohn sei wohl drogenabhängig gewesen, sagte der Saarbrücker Oberstaatsanwalt Christoph Rebmann am Mittwoch. Der 64-jährige Vater hatte seinen psychisch auffälligen Sohn am Neujahrstag in Beckingen nach eigener Aussage mit einer Pistole getötet. Danach rief er die Polizei an und gestand die Tat. Er habe Angst vor seinem Sohn gehabt, der schon häufiger Polizeieinsätze ausgelöst hatte.

Die Staatsanwaltschaft verzichtete darauf, Untersuchungshaft zu beantragen. Trotz des dringenden Tatverdachts ist laut Rebmann keiner der drei theoretisch möglichen Haftgründe gegeben. Das wären Wiederholungs-, Flucht- und Verdunklungsgefahr. Bei dem geständigen, an einer Stoffwechselkrankheit leidenden und nicht vorbestraften Vater liege auf dem ersten Blick kein Mordmerkmal vor. Somit müsse er wohl mit einer Anklage wegen Totschlags rechnen, sagte der Oberstaatsanwalt. Bei der Tat sei vermutlich auch nicht Notwehr im Spiel gewesen. Bei Vater und Sohn handelt es sich laut Polizei um Deutsche.

(L'essentiel/dpa)

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