Widerstand in Gemeinden

24. März 2011 08:41; Akt: 24.03.2011 08:56 Print

Mit Unterschriften gegen Cattenom

LUXEMBURG – Nach dem Vorbild des Saarlandes formiert sich nun auch in mehr als 30 Luxemburger Gemeinden Widerstand gegen Cattenom.

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Am vergangenen Freitag ist eine Initiative gestartet, die alle Luxemburger Gemeinden zusammenbringen soll, die in einem Umkreis von 25 Kilometern vom Atommeiler Cattenom in Lothringen entfernt liegen. Von 36 Kommunen kommen am Donnerstag 33 zusammen, um eine Richtlinie auf den Weg zu bringen, erklärt der Remicher Bürgermeister und Grünenpolitiker Henri Kox gegenüber Tageblatt.lu.

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Nach saarländischem Vorbild sollen dann in den Gemeinden Unterschriftenlisten für eine Petition ausgelegt werden. Bürger können darauf unterschreiben, um sich für eine Abschaltung des lothringischen Kernkraftwerks einzusetzen.
In den Augen des Initiators der Unterschriftenaktion stellt Cattenom ein Sicherheitsrisiko dar: «Bei einem Super-Gau in Cattenom ist hier nichts mehr». Daher sollten die Gemeinden geschlossen auftreten. Auch rechtliche Schritte würden geprüft.

Grenzüberschreitende Initiative

Im Saarland hat die Unterschriftenaktion bereits am Mittwoch begonnen: In Saarbrücken liegen in Rathäusern und öffentlichen Gebäuden Unterschriftenlisten mit der Forderung «Cattenom sofort abschalten!» aus. Die Initiative war unmittelbar nach dem Atomunfall in Japan von den Gemeinden Merzig, Mettlach, Perl und Rehlingen-Siersburg ausgegangen, die ebenfalls in der 25-Kilometerzone des Atommeilers liegen.

Die grenzüberschreitende Initiative dürfte jedoch in den französischen Gemeinden des Dreiländerecks auf weniger Zustimmung stufen. Die Kommunen dort gingen «unbekümmerter mit möglichen Gefahren der Atomkraft um», so Kox. Der Kraftwerksbetreiber Électricité de France (EDF) gehört in der Region zu den größten Steuerzahlern.


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