Ticker – Region

29. März 2020 18:43; Akt: 29.03.2020 18:49 Print

Zahl der Covid-​​19-​​Infizierten im Saarland steigt

Das Coronavirus breitet sich auch in der Großregion immer weiter aus. Wir haben alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Alle Länder in der Großregion sind betroffen.

• Die Region Grand Est in Frankreich ist ein Covid-19-Hotspot.


Newsticker:

Sonntag, 29. März 2020

16.58 Uhr – 726 Corona-Infektionen im Saarland - inzwischen sieben Tote

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Saarland hat sich von Samstag auf Sonntag von 669 auf 726 erhöht (Stand 15 Uhr). Im Regionalverband Saarbrücken starb am Sonntag ein weiterer Mensch aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem Bundesland von sechs auf sieben.

Von den an dem Virus erkrankten Personen wurden am Sonntag 47 stationär behandelt - 19 davon intensivmedizinisch. Insgesamt 47 der seit dem ersten Auftreten des Virus im Saarland positiv getesteten Fälle gelten den Angaben zufolge inzwischen als geheilt.

12.35 Uhr – Hans gegen Lockerung der Ausgangsbeschränkung

In einer Videobotschaft hat sich der saarländische Ministerpräsident, Tobias Hans (CDU), am Samstag gegen eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen. Nur so könne die Ausbreitung des Coronavirus verhindert und die Behandlung von Betroffenen sichergestellt werden.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Saarland hat sich von Freitag auf Samstag von 614 auf 669 gesteigert. Ebenfalls binnen dieser 24 Stunden erhöhte sich die Zahl der Geheilten, die seit dem ersten Auftreten des Virus positiv getestet worden waren, von 27 auf 36, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Samstag um 15.00 Uhr mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten in dem kleinen Bundesland blieb nach Angaben eines Ministeriumssprechers unverändert bei sechs. Von den an Covid-19 erkrankten Saarländern werden 37 stationär behandelt, 14 davon intensivmedizinisch.

11.59 Uhr – Lockerung der Grenzschließung für Erntehelfer

Der CDU-Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, hat sich für eine zeitweise Lockerung der Grenzschließung für Erntehelfer aus Osteuropa eingesetzt. In einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) warnte Baldauf, die verfügten Grenzschließungen hätten «massive Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft». Bei den Landwirten werde es «unweigerlich zu enormen Umsatzeinbußen kommen, die nicht selten existenzgefährdend sind». Die Verbraucher würden die Entwicklung zunächst durch ein reduziertes Angebot an saisonalem Gemüse und dann durch Preissteigerungen zu spüren bekommen.

Baldauf erklärte in dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben, prinzipiell befürworte er die angeordnete Schließung der deutschen Grenzen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie. Allerdings dürften diesen Maßnahmen «nicht alle anderen berechtigten Interessen final untergeordnet werden». Der Ausfall der Saisonarbeiter sei nicht durch den Einsatz von «Arbeitssuchenden, Asylbegehrenden mit guter Bleibeperspektive und Geduldeten aus sicheren Herkunftsländern sowie mit Studenten und Schülern» zu kompensieren.

Freitag, 27. März 2020

18.15 Uhr – Zahl der Covid-19-Todesfälle im Saarland auf sechs verdoppelt

Im Saarland sind bis Freitag sechs Menschen dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Damit verdoppelte sich die Zahl der Toten binnen 24 Stunden. Die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 stieg von 540 auf 614, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Freitag zum Stand 15.00 Uhr mitteilte.

Von den infizierten Menschen werden 71 im Krankenhaus behandelt, 29 benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Als geheilt registriert wurden 27 Menschen, die seit dem ersten Auftreten des Virus positiv getestet worden waren.

18.11 Uhr – 163 Covid-19-Patienten in Kliniken in Rheinland-Pfalz

In den rheinland-pfälzischen Kliniken liegen nach Angaben des Gesundheitsministeriums 163 Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19. Das gehe aus der letzten vollständigen Erfassung mit Stand 26. März hervor, teilte das Ministerium in Mainz am Freitag mit. 52 Menschen müssten intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahlen beruhten auf direkten Meldungen der Kliniken.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hatte am Freitag in der «Rhein-Zeitung» von 80 bis 100 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gesprochen. Auf normalen Stationen seien es Schätzungen zufolge viermal so viele, also 300 bis 400 Menschen. Gaß geht davon aus, dass sich die Zahl der Patienten auf Intensivstationen in Rheinland-Pfalz bis Ende der Woche auf dann mindestens 200 verdoppeln werde. Auch in der kommenden Woche erwarte er zunächst noch einen deutlichen Anstieg.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, Gaß habe eine Schätzung abgegeben. «Unsere Daten beruhen auf den konkreten Meldungen der Krankenhäuser.» Möglicherweise lasse sich ein Teil der Differenz dadurch erklären, dass das Ministerium von Ausnahmen abgesehen nur die sogenannten somatischen Krankenhäuser erfasse. Im Einzelfall würden Covid-19-Patienten aber auch in anderen Einrichtungen wie etwa psychiatrischen Kliniken versorgt. Auch das Ministerium gehe davon aus, dass die Zahl der stationär behandelten Patienten stark steigen werde und rund ein Drittel intensivpflichtig sein werde.

10.11 Uhr – Spangdahlem

Auf dem US-Militärflugplatz in Spangdahlem gibt es die ersten Fälle von Covid-19. Bei zwei amerikanischen Luftwaffenangehörigen sei das Coronavirus bestätigt worden, teilte die Air Base im Eifelkreis Bitburg-Prüm am Freitag mit. Die Männer seien isoliert in Quarantäne untergebracht. Auch für deren Angehörige und Personen, die mit ihnen in Kontakt gewesen seien, sei eine 14-tägige Quarantäne angeordnet worden.

Am Donnerstag seien die Schutzvorkehrungen im Kampf gegen das Virus auf den US-Militärstützpunkten weltweit um eine Stufe erhöht worden, sagte der Vizekommandeur des in Spangdahlem stationierten 52. Jagdgeschwaders, Jason T. Hokaj, der dpa. Dies bedeute unter anderem, dass Besucher an den Liegenschaften abgewiesen würden. Zuvor habe es lediglich eine Empfehlung dazu gegeben.


Donnerstag, 26. März 2020

16.30 Uhr – Amnéville desinfiziert seine Straßen

Wie bereits zuvor andere französische Gemeinden und Städte hat nun auch Amnéville damit begonnen, auf den Straßen großflächig Desinfektionsmittel einzusetzen.

Seit Donnerstag, 8 Uhr, wird die Maßnahme in der Moselstadt durchgeführt und soll «bis zur Eindämmung des Virus regelmäßig wiederholt» werden, wie der Bürgermeister mitteilt.

Das Desinfektionsmittel wird auf den Bürgersteigen, Parkbänken, Mülleimern, Bushaltestellen und rund um die medizinischen Einrichtungen versprüht.

(Bild: Gemeinde Amnéville)

12.50 Uhr – Dramatische Lage im Elsass

Katastrophenmediziner haben sich ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. Demnach arbeiten infizierte Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, und über 80-Jährige werden nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge «Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln», schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in dem Bericht, der der dpa vorliegt. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung, wie sie im Elsass bestehe, bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von «allerhöchster Dringlichkeit». Mehrere Medien haben darüber berichtet.

9.10 Uhr – Ausgangsbeschränkung im Saarland erweitert

Seit Mitternacht gelten im Saarland angepasste Regeln bei den Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Nach Regierungsangaben seien demnach Sport und Bewegung an der frischen Luft nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Personen, die im selben Haushalt leben, möglich. Zudem bleibe es bei der Ausgangsbeschränkung, nach der das Verlassen der eigenen Wohnräume nur noch bei triftigen Gründen erlaubt sei. Besuche bei Freunden oder Bekannten seien auch weiter nicht gestattet.

Darüber hinaus sei eine Regelung für Hotels getroffen worden: Ab sofort seien nur noch Übernachtungen aus beruflichen oder wichtigen persönlichen Gründen gestattet. Das treffe etwa zu, wenn die eigene Wohnung unbewohnbar sei. Dies diene der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus durch Vermeidung von nicht notwendigen Reisen.

Mittwoch, 25. März 2020

18.32 Uhr – Alle Corona-Patienten aus Grand-Est eingetroffen

Am Mittwochabend ist der letzte Covid-19-Patient aus Grand-Est, an Board eines Helikopter der Luxemburg Air Rescue (LAR), im Großherzogtum eingetroffen. Das bestätigt die LAR gegenüber L'essentiel. Luxemburg hatte sich gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und der Schweiz bereiterklärt, Patienten aus der französischen Nachbarregion aufzunehmen. Damit sollen die Intensivstationen dort entlastet werden.

Bereits am Mittwochmorgen war ein weiterer Flug mit Corona-Patienten aus dem elsässischen Mulhouse in Luxemburg eingetroffen. Die krisenerprobte Mannschaft der LAR brachte die Patienten ins CHEM.

18.01 Uhr – 466 Infektionen im Saarland

Im Saarland wurden am Mittwoch 33 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das teilt das saarländische Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Damit steigt wurden insgesamt 466 Personen positiv getestet.

Bisher sind drei Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. 35 Patienten werden derzeit in den Krankenhäusern des Saarlandes behandelt, davon 16 intensivmedizinisch. 21 Personen haben die Erkrankung aktuell überwunden und gelten als geheilt.

15.30 Uhr – 1600 Corona-Fälle und sechs Tote in Rheinland-Pfalz

1637 Corona-Patienten sind zur Zeit in Rheinland-Pfalz gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Das sind 157 neue Fälle innerhalb eines Tages. Sechs Menschen sind bisher in dem Bundesland an den Folgen des Coronavirus verstorben.

Der Landkreis Mayen-Koblenz weist die meisten Corona-Fälle auf, die an Luxemburg grenzenden Landkreise gehören nicht zu den Risikogebieten.

13.09 Uhr – Vor die Tür gehen nach 22 Uhr? Verboten!

Die französische Stadt Nancy führt ab Freitag eine Ausgangssperre eine. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens ist es dann verboten, das Haus zu verlassen. Tagsüber ist «jede Versammlung von mehr als zwei Personen über zehn Jahren« untersagt.

In Frankreich gelten seit gut einer Woche strikte Ausgangsbeschränkungen. Bürger dürfen nur mit einem triftigen Grund das Haus verlassen und müssen einen Passierschein dabeihaben. Spazierengehen ist auf eine Stunde am Tag begrenzt.

Passierschein für die Ausgangssperre in Frankreich


Dienstag, 24. März 2020

19.28 Uhr – Rheinland-Pfalz stellt 3,3 Milliarden bereit

Mit einem Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro will die rheinland-pfälzische Landesregierung die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie lindern. In dem Entwurf für das Ausgabengesetz seien 800 Millionen Euro für die aktuelle Krisenbewältigung enthalten, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz mit.

Ein großer Teil gehe in den Bereich Gesundheit. Geplant ist unter anderem ein Unterstützungsprogramm mit der Bezeichnung «Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz», das Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen mit Liquidität versorgen soll. Geld fließt auch an Landkreise und kreisfreie Städte, der Bürgschaftsrahmen zur Wirtschaftsförderung wird angehoben, ebenso das Eigenkapital der landeseigenen Förderbank ISB.

Das Land nehme für das Paket auch eine Neuverschuldung in Kauf, sagte Dreyer. Vorgesehen ist eine Nettokreditaufnahme von rund 640 Millionen Euro, die mit der besonderen Notsituation begründet wird. Zunächst war für den Nachtragshaushalt ein Volumen von 650 Millionen Euro genannt worden, daraufhin hatte die oppositionelle CDU-Fraktion ein Volumen von mindestens einer Milliarde Euro gefordert. Der zusätzliche Haushalt soll am Freitag dem Landtag vorgelegt werden.

«Wir alle befinden uns mitten in einer historischen Herausforderung», sagte Dreyer, die auch von einem «gesellschaftlichen Ausnahmezustand und einer großen Bewährungsprobe für unseren Staat» sprach. «Deshalb hat das Landeskabinett einen Schutzschild für Rheinland-Pfalz beschlossen.»

17.09 Uhr – Dritter Todesfall im Saarland

Die Zahl der im Saarland aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus verstorbenen Personen hat sich auf drei erhöht. Dies teilte das saarländische Gesundheitsministerium mit. Demnach hatten die beiden Frauen, die am Dienstag in Krankenhäusern verstorben sind, Vorerkrankungen.

Weiter heißt es, dass auch die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen landesweit auf 433 bestätigte Fälle angestiegen ist. Insgesamt 14 der seit dem ersten Auftreten des Virus im Saarland positiv getesteten Fälle gelten inzwischen als geheilt. Von den an dem Virus erkrankten Personen werden aktuell 38 stationär behandelt – 17 davon intensivmedizinisch.

11.54 Uhr – Zweiter Todesfall im Saarland

Im Saarland ist eine weitere Patientin an den Folgen von CoVid-19 gestorben. Das berichtet der Saarländische Rundfunk unter Berufung auf das Saarbrücker Krankenhaus Winterberg. Demnach handelt es sich bei der Verstorbenen um eine Frau Ende 50, die bereits an mehreren Vorerkrankungen litt.

11.27 Uhr – Neue Corona-Hotline in Rheinland-Pfalz

Für die inzwischen rund 30 Fieberambulanzen in Rheinland-Pfalz wird am heutigen Dienstag (12 Uhr) eine neue zentrale Hotline gestartet. Die «Hotline Fieberambulanz» wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums federführend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) rund um die Uhr betrieben. Bevor möglicherweise mit dem Coronavirus infizierte Menschen eine Fieberambulanz aufsuchen, sollen sie sich unter der Telefonnummer 0800 99 00 400 melden. So soll eine dringend erforderliche Entlastung der vorhandenen Systeme erreicht werden, vor allem auch des Notrufs 112, der nur für akute medizinische Notfälle vorgesehen ist.

11.07 Uhr – Saarland nimmt Patienten aus Grand Est auf

Fünf Corona-Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est werden nun im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg behandelt. Sie seien am Montag eingeliefert worden, nachdem das Saarland der benachbarten Region Unterstützung zugesagt hatte, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer am Dienstag in Saarbrücken mit. Weitere Covid-19-Patienten aus Grand Est würden nicht erwartet.

Neben dem Saarland haben sich die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die Schweiz und Luxemburg bereit erklärt, französische Notfallpatienten aus Grand Est aufzunehmen.

10.20 Uhr – Ärzten im Saarland fehlt Schutzkleidung

Den Ärzten im Saarland geht die Schutzkleidung aus. Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, seien statt 30.000 Sets lediglich 170 geliefert worden. Ein Set bestehe demnach aus einem Schutzanzug, vier Masken und einer Schutzbrille. Allerdings sei das Saarland bei der Lieferung nicht schlechter weggekommen als die anderen Bundesländer. Dort gebe es dasselbe Problem.

Montag, 23. März 2020

18.20 Uhr – 383 Fälle im Saarland

Die Zahl der im Saarland mit dem Coronavirus infizierten Personen ist auf 383 bestätigte Fälle angestiegen, wie das zuständige Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilt. Dies sind 70 mehr als noch am Sonntag. Zwei der seit dem ersten Auftreten des Virus im Saarland positiv getesteten Fälle gelten inzwischen als geheilt. 29 am Coronavirus Erkrankte werden aktuell stationär behandelt – sechs davon intensivmedizinisch.

14 Uhr – Erster Corona-Patient aus dem Saarland wieder gesund

Der erste bestätigte Coronapatient aus dem Saarland, ein Homburger Oberarzt, ist wieder gesund. Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, ist bei dem Mediziner der Homburger Kinderklinik das Virus vor mehr als zwei Wochen festgestellt worden. Weitere Informationen wolle die Klinik zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.


Sonntag, 22. März 2020

16.05 – 17 weitere Fälle im Saarland

Das saarländische Gesundheitsministerium bestätigt 17 weitere Corona-Infizierte. Die Zahl der positiv getesteten Personen steigt damit landesweit auf 318.

12 Uhr – Nachbarschaftshilfe

Das Saarland wird der französischen Nachbarregion Grand Est bei der Behandlung von Notfallpatienten, die dringend auf Beatmung angewiesen sind, aushelfen. Das kündigt Ministerpräsident Tobias Hans nach einem Telefonat mit dem französischen Regionalratspräsidenten Jean Rottner am Sonntagmittag via Twitter mit.

10 Uhr – Scharfe Polizeikontrollen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat scharfe Polizeikontrollen zur Einhaltung der wegen der Coronavirus-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkung angekündigt. Es gebe noch immer vor allem junge Menschen, die meinten, sie müssten Party machen und sich treffen, sagte Hans am Sonntag in einer via Twitter verbreiteten Videobotschaft. «Das geht nicht. Deswegen wird die saarländische Polizei hart durchgreifen. Wir werden Versammlungen auseinanderbringen und wir werden Verstöße gegen unsere Regeln auch zur Anzeige bringen», verkündete der CDU-Politiker.


Samstag, 21. März 2020

19.21 Uhr – Erster Toter im Saarland

Im Saarland ist ein erster Patient an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium des Saarlandes mit. Demnach handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen älteren Mann mit Vorerkrankungen .

Im Saarland sind derzeit 301 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten Infizierten wurden im Regionalverband Saarbrücken positiv getestet, hier gibt es derzeit 114 bestätigte Fälle. Im Kreis Saarlouis gibt es 46, im Kreis St. Wendel 45 Infektionen mit dem Coronavirus.

13.00 Uhr – Grenzübergänge Vianden und Dasburg bleiben offen

Die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat am Samstag mitgeteilt, dass zwei wichtige Grenzübergänge in den Norden Luxemburgs trotz der eigentlich vorübergehenden Schließung offen bleiben werden: Vianden und Dasburg.

Spätestens ab Montag sollen die Übergänge durch Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums besetzt werden, um den Pendlerverkehr abzufertigen, wie es in der Pressemitteilung heißt.

10.45 Uhr – Saarländische Polizei fährt viele Einsätze wegen Partys

In der Nacht zum Samstag musste die Polizei im Saarland 25 Mal wegen der Ausgangsbeschränkungen ausrücken. Dies habe ein Sechstel aller Einsätze in der Nacht ausgemacht.

Hauptsächlich habe die Polizei Versammlungen aufgelöst, weil sich Jugendliche oder junge Erwachsene in Gruppen zu Partys getroffen hätten.

Die Landesregierung hatte am Freitag in der Corona-Krise weitere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Sie gelten seit Mitternacht. Gruppen über fünf Personen sind nicht mehr erlaubt. Bei Verstößen drohen nach Angaben der Landesregierung Strafen.

8 Uhr – Virus verbreitet sich in Rheinland-Pfalz unterschiedlich stark

Die dramatische Zunahme von Infektionen mit dem Coronavirus schreitet auch in Rheinland-Pfalz voran. Eine Auswertung der täglichen Statistiken des Gesundheitsministeriums seit Anfang März zeigt, dass sich die Zahl der Covid-19-Fälle innerhalb einer Woche nahezu verzehnfacht hat – auf 890 nach der jüngsten Übersicht vom Freitag. Und das sind nur die in Tests bestätigten Fälle – das tatsächliche Ausmaß dürfte nach Einschätzung von Experten noch größer sein, lässt sich aber nicht verlässlich schätzen.

Die regionale Verteilung nach Landkreisen und Städten zeigt ein sehr uneinheitliches Bild. In einigen Teilen der Pfalz hat sich die Pandemie bislang kaum ausgebreitet. So gab es in der Stadt Frankenthal bis Freitagmittag keinen einzigen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2. Im benachbarten Pirmasens – sonst oft am unteren Ende der Statistik – ist erst seit Freitag ein Fall bekannt. Im Kreis Südwestpfalz wurden bis Freitag nur drei Fälle gemeldet, im Rhein-Pfalz-Kreis waren es acht. Weiter nördlich ist die Lungenkrankheit im Kreis Birkenfeld mit fünf Fällen vergleichsweise wenig verbreitet.

Die meisten Fälle in Rheinland-Pfalz weist der Kreis Mayen-Koblenz auf. Dort wurden am Freitag 105 bestätigte Infektionen registriert. Dabei schnellte die Zahl der Fälle erst relativ spät nach oben: Am 15. März waren es 13, am 18. März bereits 90 Fälle. Danach schwächte sich die Verbreitung aber wieder ab. Im Kreis Cochem-Zell waren es noch 38 Fälle. Weiter flussaufwärts sinkt die Zahl der Coronafälle – in Bernkastel-Wittlich waren es zuletzt 16 und in der Stadt Trier (11).

In Rheinhessen verdreifachten sich die Infektionen im Kreis Alzey Worms in der zurückliegenden Woche von einem Tag zum anderen, am Freitag waren es dann 59 Fälle. Auch die Landeshauptstadt Mainz (55) und der Kreis Mainz-Bingen (37) sind stärker betroffen. Stark gestiegen ist in der Mitte der zurückliegenden Woche das Ausmaß der Pandemie im Westerwaldkreis, bis Freitag schwächte sich dies aber wieder etwas ab, zuletzt wurden 51 Fälle registriert.


Freitag, 20. März 2020

17.40 Uhr – Saarland verhängt Ausgangsbeschränkung

Ab Samstag, 0 Uhr, gilt im Saarland eine verschärfte Ausgangsbeschränkung. Dies teilte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auf einer Pressekonferenz am Nachmittag mit. Sie tritt demnach für zwei Wochen in Kraft. «Wir sperren die Menschen nicht ein», sagte Hans, der zuvor noch gehofft hatte, «dies im Geleitzug der anderen Bundesländer auf den Weg zu bringen». Doch die Nähe des Saarlands zum Risikogebiet Grand Est erschwere die Situation.

Wenn triftige Gründe vorliegen könne man auch weiterhin das Haus und den eigenen Garten verlassen. Hierzu gehört die Ausübung beruflichen Tätigkeit, Arztbesuche, medizinische Notfälle, Blutspenden, Prüfungen, Einkäufe (Lebensmittel oder Baumarkt), Besuche bei Angehörigen oder Lebenspartnern, Besuche und Betreuung von Kindern, Begleitung von Minderjährigen, Begleitung von Sterbenden, Beerdigungen (im engen Familienkreis), Briefversand, Sport oder Spaziergänge (wenn man Abstand hält), Bankgeschäfte oder etwa zur Versorgung von Tieren.

15.05 Uhr – In Rheinland-Pfalz schließen alle Restaurants und Gaststätten

Die Landesregierung in Mainz hat verfügt, dass alle Gaststätten in Rheinland-Pfalz ab Samstag geschlossen haben müssen. Restaurants dürfen lediglich Speisen zum Mitnehmen verkaufen, nicht aber zum Verzehr im Lokal.

Außerdem sind Versammlungen von mehr als fünf Menschen fortan untersagt.

13.41 Uhr – Saarland will Ausgangsbeschränkung erlassen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen.

13.30 Uhr – Ab Samstag schließen Cafés und Friseure in Trier

Aufgrund der Corona-Krise schließen ab Samstag auch in Trier Cafés, Friseure und Fahrschulen. Das teilte die Stadt auf Twitter mit.

13.15 Uhr – Saarland: Schließung der Restaurants und Ausgangsbeschränkung?

Tobias Hans, der Ministerpräsident des Saarlandes, fordert wie Bayerns Ministerpräsident Söder ein entschlosseneres Handeln zur Eindämmung des Coronavirus und wird deshalb dem Ministerrat vorschlagen, noch heute eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangsbeschränkung zu verabschieden und mit sofortiger Wirkung die Restaurants im Saarland für Gäste zu schließen, sodass nur noch Abverkauf oder Lieferung erlaubt sind.

«Gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Niemand wird eingesperrt. Ich hätte mir gewünscht, dies im Geleitzug der anderen Bundesländer auf den Weg zu bringen, um eine einheitliche Lösung herbeizuführen. Allerdings steht das Saarland als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est vor einer besonders schwierigen Herausforderung. Zudem gibt es leider nach wie vor zu viele Menschen, die unsere Anordnungen nicht ernst nehmen. Wir müssen jetzt handeln, die Gesundheit und der Schutz der Saarländerinnen und Saarländer steht für mich an oberster Stelle!»

13.05 Uhr – Nicht die notwendige Wirkung

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat am Freitag Beratungen über eine Verschärfung der Bestimmungen in der Corona-Krise aufgenommen. «Die Erfahrungen der vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Appelle allein nicht die notwendige Wirkung erzielt haben», teilte die Staatskanzlei am Freitag in Mainz mit. Daher seien weitergehende Maßnahmen geplant. «Das scharfe Schwert einer allgemeinen Ausgangssperre» werde zunächst aber noch nicht eingesetzt.

Die Staatskanzlei lud zunächst zu einer Pressekonferenz vor Ort ein, teilte gut zwei Stunden später aber mit, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) die Öffentlichkeit nur über Internet und live im SWR über die zusätzlichen Maßnahmen unterrichten wollten.

Dreyer habe «möglicherweise mittelbaren Kontakt mit einer infizierten Person» gehabt, erklärte die Staatskanzlei. Daher müssten ab sofort alle Menschen Mundschutz tragen, wenn sie in näheren Kontakt zu ihr träten.

12.05 Uhr – Zweiter Todesfall in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist ein zweiter Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Dabei handele es sich um einen 80-Jährigen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz, teilte der Kreis am Freitag in Koblenz mit. Der Mann sei nach der Infektion stationär in einem Koblenzer Krankenhaus behandelt worden und dort gestorben.

Eine Sprecherin des Mainzer Sozialministeriums erklärte, dass es sich nach derzeitigem Stand dabei um den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz handele. Zuvor war eine 84-jährige Frau aus dem Westerwaldkreis an den Folgen der Infektion gestorben.


Donnerstag, 19. März 2020

15.52 Uhr – Saarland stellt 30 Millionen Euro Soforthilfe bereit

Mit einem wirtschafts- und finanzpolitischen «Überlebenspaket» will das Saarland die Auswirkungen der Coronakrise für den saarländischen Mittelstand abfedern. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) und Finanzminister Peter Strobel (CDU) kündigten an, dass es neben steuerlichen Hilfestellungen nun auch ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmer zur Überbrückung geben wird. Das Land stellt dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung. Kleinunternehmer und Soloselbstständige, die von den Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind, können so 3000 bis 10 000 Euro Soforthilfe bekommen.

Nach einem Beschluss im Ministerrat am kommenden Dienstag ist geplant, dass entsprechende Anträge online gestellt und die Gelder schnell ausgezahlt werden. Eine Rückzahlung sei nur erforderlich, wenn sich im Nachgang herausstelle, dass die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt waren. Darüber hinaus gab Rehlinger bekannt, dass das angekündigte Kreditprogramm von ursprünglich geplanten 10 Millionen Euro auf nun 25 Millionen Euro aufgestockt werde.

12.36 Uhr – Hans hält Ausgangssperre für möglich

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hält eine «schnelle und harte Ausgangssperre» in Deutschland für möglicherweise unvermeidlich. «Die Lage ist ernst. Jeder muss sein Leben einschränken», sagte Hans der Funke Mediengruppe. «Sollten sich weiterhin viele nicht an unsere Auflagen halten, bleibt nur eine schnelle und harte Ausgangssperre als Instrument», sagte er zum Kampf gegen die Corona-Pandemie. Erste Erfahrungen zeigten, dass sich viele Menschen nicht an die politischen Vorgaben hielten und weiterhin die Gefahr «auf die leichte Schulter» nähmen. «Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle diszipliniert sind - nicht nur zu unserem eigenen Schutz, sondern zum Schutz der anderen.»

Notizblock

Mittwoch, 18. März 2020

18.05 Uhr – 169 Covid-19-Fälle im Saarland

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich im Saarland weiter aus. Am Mittwoch stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 169, wie das saarländische Gesundheitsministerium mitteilte. Sieben Patienten werden stationär behandelt. Am Dienstag waren saarlandweit noch 101 Fälle gemeldet worden.

15.50 Uhr – Saarland rät von Atemschutzmasken ab

(Bild: DPA)

Das saarländische Gesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) raten von der Nutzung von sogenanntem Mund-Nasen-Schutz (MNS) und partikelfiltrierenden Atemschutz (FFP) im Alltag ab.

Die Reserven müssten dem medizinischen Fachpersonal in der Krise uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation führe das Tragen von Mundschutz und Atemmaske zu einem falschen Sicherheitsgefühl, das oftmals die Missachtung der elementaren Hygieneregeln zur Folge hat.

Die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus seien weiterhin regelmäßige Handhygiene, Abstand halten und nach Möglichkeit zuhause bleiben. «Sehen Sie davon ab, einen Mundschutz zu tragen. Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger und alle anderen, die im Gesundheitssystem beschäftigt sind, benötigen diese sehr dringend, um beispielsweise Patienten bei Operationen vor Infektionen zu schützen», heißt es in der Mitteilung vom Mittwoch.

14.20 Uhr – Rheinland-Pfalz stellt 650 Millionen für Corona-Folgen bereit

Zur Bewältigung der Folgen der Coronakrise in Rheinland-Pfalz will das Land 650 Millionen Euro in einem Nachtragshaushalt bereitstellen. Das zusätzliche Paket werde die Mehrausgaben im Gesundheitswesen und zusätzliche Bürgschaften für Landeskredite an Unternehmen umfassen, teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Mittwoch mit. Auch die Kommunen, die mit den Gesundheitsämtern einen wesentlichen Teil der Krise zu bewältigen haben, sollen unterstützt werden. Der Nachtragshaushalt soll am 31. März dem Kabinett vorgelegt und dann zügig im Landtag verabschiedet werden.

Das von der Regierung angekündigte Gesetz für einen Nachtragshaushalt solle direkt in den Haushalts- und Finanzausschuss überwiesen werden, teilte der Landtag am Mittwoch mit. «Es könnte dann in zweiter Beratung bereits im April-Plenum verabschiedet werden.» Bislang ist diese Sitzung für den 28. und 29. April geplant. Der Ältestenrat beschloss am Mittwoch auch, alle für eine erste Beratung im verschobenen März-Plenum vorgesehenen Gesetzentwürfe wie das Hochschulgesetz direkt in die jeweils zuständigen Fachausschüsse zu überweisen.

«Mit diesem Vorgehen bleibt der Landtag arbeits-, entscheidungs- und handlungsfähig» erklärte Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD). «Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine immense Herausforderung, die der Gesellschaft sehr viel abverlangt», erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Schweitzer am Mittwoch. Das geplante Maßnahmenpaket sei ein Signal der Entschlossenheit dar. «Die Ampel-Koalition wird alles unternehmen, was in ihrer Hand liegt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und die Pandemiefolgen zu bekämpfen.»


Dienstag, 17. März 2020

17.22 Uhr – 101 Covid-19-Fälle im Saarland

Die Zahl der im Saarland an Corona erkrankten Personen ist seit Montag um weitere 16 Fälle auf jetzt 101 gestiegen. Das bestätigte das saarländische Gesundheitsministerium. Zwei der von dem Virus infizierten Personen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung.

25 bestätigte Fälle gibt es im Regionalverband Saarbrücken, 19 im Saarpfalz-Kreis. Im Kreis St. Wendel sind 18 Personen mit dem Virus infiziert, im Kreis Saarlouis 17 und im Kreis Neunkirchen 13. Im Kreis Merzig-Wadern gibt es derzeit 9 bestätigte Fälle.

16.30 Uhr – 435 Infizierte in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Rheinland-Pfalz auf 435 gestiegen. Von diesen werden aktuell 41 in Kliniken behandelt, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Dienstag in Mainz mitteilte (Stand:11.00 Uhr). Die Landesregierung habe mit den Krankenhäusern vereinbart, die Intensivkapazitäten in den kommenden Monaten auf 2800 zu verdoppeln, darunter dann 1500 mit Beatmungsplätzen, was eine Steigerung um 50 Prozent bedeute. Dies soll zum Teil durch die Verschiebung planbarer Operationen ermöglicht werden.

Am Montag waren in Rheinland-Pfalz noch 297 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden. Bätzing-Lichtenthäler sprach von einer deutlichen Steigerung in den vergangenen Tagen. Der Großteil der Erkrankten zeige bislang einen milden Verlauf. Bei vier Prozent werde mit einer schweren Erkrankung gerechnet, bei denen eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein werde.

12.18 Uhr – Kleinere Grenzübergänge im Saarland werden gesperrt

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) soll im Saarland mit Betonpollern und anderen Straßensperren dafür sorgen, dass kleinere Grenzübergänge vorübergehend unpassierbar werden. Über diesen Plan der Bundespolizei wird heute im Kabinett debattiert, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Zusätzlich soll die saarländische Polizei der Bundespolizei bei den Kontrollen unter die Arme greifen.

Am Montag waren die Grenzschließungen angekündigt wurden, aber es wurde lediglich an vier Stationen im Saarland kontrolliert, weswegen zahlreiche Autofahrer aus Frankreich und Luxemburg an kleineren Grenzübergängen trotzdem passieren konnten.

6.18 Uhr – 19 Infizierte im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Der an Luxemburg angrenzende Eifelkreis Bitburg-Prüm meldet einen Anstieg der Coronairus-Infizierten von 16 auf derzeit 19 Menschen.


Montag, 16. März 2020

Das Saarland hat die Schließung unter anderem von Bars, Kinos und Fitness-Studios verfügt. Restaurants bleiben von 6 Uhr bis 18Uhr geöffnet, auch der Lebensmitteleinzelhandel sowie Apotheken und wichtige Verkaufsstellen bleiben offen, wie Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Montag in Saarbrücken sagte.

Restaurants und Speisegaststätten dürfen demnach noch von 6.00 bis 18.00 Uhr öffnen. Dabei müsse aber genügend Abstand zwischen den Gästen eingehalten werden. Zudem dürfen die Restaurants weiterhin Essen zum Mitnehmen oder zur Lieferung anbieten. So soll nach Angaben von Hans die Versorgung mit Essen sichergestellt werden. Bars, Kneipen, Clubs und Spielhallen müssen allerdings weiterhin geschlossen bleiben.

16.15 Uhr – Restaurants, Kinos und Geschäfte werden geschlossen

Nach einer Telefonkonferenz der Bundesländer mit der Bundesregierung hat Rheinland-Pfalz die Schließung von Restaurants, Kinos und Museen verfügt. Auch Geschäfte mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels, Apotheken und anderer wichtiger Verkaufsstellen seien zu schließen, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Montag in Mainz mit.

15.10 Uhr – Zahl der Infizierten steigt auf 85

Die Zahl der im Saarland an Corona erkrankten Personen ist seit Sonntag um weitere elf Fälle auf 85 gestiegen. Das bestätigte das saarländische Gesundheitsministerium am Montag. Zwei der von dem Virus infizierten Personen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Im Regionalverband Saarbrücken gibt es 23 Fälle, im Saarpfalz-Kreis 17 sowie in den Kreisen St. Wendel 16 und Saarlouis 15.

6.18 Uhr – Nachweis für Grenzgänger

Ein Formular soll es Grenzgängern aus Deutschland ermöglichen, die Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland ohne Schwierigkeiten passieren zu können. Das teilt das Luxemburger Außenministerium am Montagmorgen mit. Das Formular soll beim Grenzübertritt vorgezeigt werden. Auf dem Formular sind sowohl Informationen zum Arbeitgeber als auch zum Arbeitnehmer selbst zu vermerken. Das Formular kann hier heruntergeladen werden.

Auf dem Rastplatz Moseltal an der Autobahn A8 von Luxemburg nach Deutschland kontrollieren Beamte der Bundespolizei die Einreise und schicken nicht berechtigte Personen zurück.

5.48 Uhr – Grenze zu Rheinland Pfalz

Auch die Luxemburger Grenze zu Rheinland-Pfalz ist ab 8 Uhr weitgehend geschlossen. Das meldet der SWR. Demnach seien von der Regelung nur Berufspendler und der Warenverkehr ausgenommen.

5.45 Uhr – Frankreich bereitet Ausgangssperre vor

Nach Italien und Spanien bereitet Insidern zufolge auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre vor. Die Einwohner würden demnach angewiesen, zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen, für Lebensmitteleinkäufe oder wenn man zur Apotheke, ins Krankenhaus oder zur Arbeit müsse, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Maßnahme könnte ab Dienstagmitternacht gelten.


Sonntag, 15. März 2020

20.30 Uhr – Saarland macht Grenze zu Luxemburg zu

Das Saarland schließt wegen der Corona-Pandemie ab Montagmorgen die Grenzen zu seinen Nachbarländern Frankreich und Luxemburg. Ausnahmen werde es für Pendler geben, kündigte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Sonntagabend in Saarbrücken an. So solle etwa die medizinische Versorgung in Kliniken oder die Produktion etwa von Lebensmittelbetrieben aufrecht erhalten werden.

Der Beschluss, der ab Montagmorgen 8 Uhr gilt, sei allen nicht leicht gefallen und abgestimmt mit den Partnern in Frankreich und Luxemburg, sagte Hans. Sie bedeute keinen Rückzug ins Nationale. Es ist eine Maßnahme, die der Eindämmung der weltweiten Corona-Pandemie diene. Mit Stand Sonntagabend gab es Hans zufolge rund 80 Menschen im Saarland, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Einige Patienten seien in einem kritischen Zustand.

Zuvor hatte auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verschärfte Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg angekündigt. «Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können», sagte Seehofer am Sonntagabend in Berlin. Die Entscheidung werde an diesem Montag ab 8 Uhr greifen.

«Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet schnell und aggressiv voran», sagte er. «Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt dieser Entwicklung noch nicht erreicht ist», so Seehofer. «Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen.» Ausgenommen seien auch der Warenverkehr und der Verkehr von Pendlern.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.

15 Uhr – Deutschland schließt Grenzen

Wegen des neuartigen Coronavirus führt Deutschland ab Montagmorgen strenge Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz ein. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die Bild Zeitung dies berichtet. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 8 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen. Über Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) um 19 Uhr in Berlin informieren.

Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf die neuen Regeln an der Grenze verständigt. Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen als auch Zurückweisungen geben.

Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die «Bild-Zeitung» ebenfalls berichtete.

14.02 Uhr – Saarland

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Saarland hat sich seit Freitag mehr als verdoppelt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der bestätigten Sars-Cov-2-Infektionen bis Sonntag (Stand 13Uhr) um 39 auf landesweit 74 Fälle.

Das Gros der Infektionen betreffe den Regionalverband Saarbrücken mit 20 Fällen. Im Kreis St. Wendel seien 15 Personen vom Coronavirus infiziert, im Saarpfalz-Kreis sind es 14. Zehn Fälle sind aus dem Landkreis Saarlouis gemeldet, neun aus dem Kreis Neunkirchen und sechs aus dem Kreis Merzig-Wadern.

13.56 Uhr – Rheinland-Pfalz

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankungen in Rheinland-Pfalz ist am Sonntag erneut gestiegen. Laut dem Gesundheitsministerium stiegen die Sars-CoV-2-Infektionen bis Sonntag auf 200 (Stand: 11 Uhr). Am Samstag waren es noch 162 Fälle.

Der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen werde dringend benötigte Desinfektionsmittel zur Haut- und Flächendesinfektion herstellen. Sie sei froh, dass BASF in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium diese Möglichkeit schaffen konnte, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Die Desinfektionsmittel würden vorrangig im medizinischen und pflegerischen Bereich in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen.


Samstag, 14. März 2020

18.30 Uhr – Saarland schließt öffentliche Einrichtungen

Der Krisenstab hat die vorübergehende Schließung einiger öffentlicher Einrichtungen angeordnet. Eine Übersicht finden Sie hier.

14.48 Uhr – Saarland

Das Saarland schließt mit sofortiger Wirkung Schwimmbäder, Discotheken, Bars und Bordelle im Land. Das berichtet der Saarländische Rundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Darüber hinaus wurde auch der Zugang zu Behinderten- und Seniorenheimen untersagt. Heimbetreiber können allerdings in Ausnahmefällen Angehörigen den Zugang zu den Einrichtungen gestatten. Es gelten strenge Hygiene- und Sicherheitsauflagen. Kinos bleiben weiter geöffnet, hier sollen die Betreiber allerdings Schlangen an der Kasse vermeiden. Im Kinosaal soll eine Abstand von zwei Metern zwischen den Besuchern eingehalten werden.

Nicht geschlossen werden Fitnessstudios, Zoos, Restaurants und Shishabars.

9.08 Uhr – Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmern untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das Kabinett habe am Freitag einen Erlass beschlossen, der alle Stadt- und Kreisverwaltungen anweist, bis zum kommenden Montag entsprechende Allgemeinverfügungen zu veröffentlichen, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). «Nicht notwendige Veranstaltungen empfehlen wir dringend abzusagen.»

Die zusätzliche Maßnahme ist Teil einer Gesamtstrategie, die am Freitag im Kabinett beschlossen wurde. Dazu gehört auch ein Ausbau der Kapazitäten in den Intensivstationen der Krankenhäuser, eine personelle Verstärkung der Gesundheitsämter und die Schließung aller Kitas und Schulen. «Aktuell gibt es keinen Grund zur Panik», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Wohl aber gebe es Gründe zu Sorgfalt, besonnenem Handeln und Wachsamkeit. «Rheinland-Pfalz ist insgesamt sehr gut vorbereitet.»

9.03 Uhr – Saarland stellt ÖPNV nach Frankreich ein

Wegen des Coronavirus stellt das Saarland ab Montag den grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr nach Frankreich bis auf weiteres ein. Dies betreffe sowohl den Busverkehr als auch die Züge der Saarbahn (Tram), sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Zudem werden Nachtbusverkehre saarlandweit eingestellt, ab Montag ebenso der Schulbusverkehr. Zuvor hatte der Ministerrat beschlossen, alle Schulen und Kitas ab Montag bis zum Ende der Osterferien (24. April) zu schließen. Die übrigen Linienverkehre werden vorerst bedient. In Saarbrücken gilt der Samstagsfahrplan.

Laut Wirtschaftsministerium sind die einschneidenden Maßnahmen im saarländischen ÖPNV zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zum Schutz von Personal und Fahrgästen gedacht. Priorität müsse in der derzeitigen Lage haben, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. «Spätestens nach der

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 16.03.2020 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    jo,..awer teschent F an L net?..well de Franzous das den Bettel erem mat engem Check op Pareis pilgert

  • Julie am 19.03.2020 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ich krieg die Krätze wenn ich die Meldung betreffend FFP3 Masken im Saarland lese ! FFP3 schützen den Patienten nicht !!! nur den Träger ! Beim ausatmen öffnet der Schnorchel und die Atemluft geht ungefiltert raus, Operationsärzte tragen sowas nicht !!

  • Véronique Neyen am 17.03.2020 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Freund in Stuttgart, er darf am Freitag zu mir kommen , wir wohnen zusammen weil er besucht wegen son all 2 wochen, sonst wo er schläft , unfair Grenze und Stunden lange stau!!! Bin damit nicht einverstanden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sterbebegleitung von 80-Jährigen am 27.03.2020 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Sterbebegleitung von 80-Jährigen, erinnert mich an den Film „ Soylent Green ist Menschenfleisch!“. Unfassbar, daß das heutzutage Wirklichkeit ist :-(((

  • kaa am 21.03.2020 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Fabian !!!

  • Willi am 20.03.2020 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Manche haben den Schuss hier echt noch nicht gehört....

  • Fabian am 20.03.2020 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkt mal an die mitmenschen ! Die älteren schwachen ihr verdammten egomanen !! @Julie, ich zieh ab heute eine an.. woher soll ich denn wissen ob ich den virus nicht bereits in mir trage ?? Weißt du es denn genau ?

    • Mimimi am 21.03.2020 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      Geh mal an die frische Luft und lüfte das Gehirn.

    einklappen einklappen
  • Julie am 19.03.2020 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ich krieg die Krätze wenn ich die Meldung betreffend FFP3 Masken im Saarland lese ! FFP3 schützen den Patienten nicht !!! nur den Träger ! Beim ausatmen öffnet der Schnorchel und die Atemluft geht ungefiltert raus, Operationsärzte tragen sowas nicht !!