Grenzübergreifendes Testfeld

11. Juli 2018 15:55; Akt: 11.07.2018 16:06 Print

Luxemburg wird Teststrecke für autonomes Fahren

LUXEMBURG/SAARBRÜCKEN – Forscher der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken bringen 2019 ein grenzübergreifendes Projekt zum autonomen Fahren auf den Weg.

Zum Thema

Um automatisiertes und vernetztes Fahren auch grenzüberschreitend testen zu können, soll bis Ende 2019 ein digitales Testfeld zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg entstehen. «Wir müssen lernen, verkehrstechnisch eine gemeinsame Sprache zu sprechen», sagte der Leiter der Forschungsgruppe Verkehrstelematik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Horst Wieker, am Mittwoch in Saarbrücken. Dazu würden verschiedene Infrastrukturen aus den Ländern zusammengeschaltet, damit eine eigene Informationsplattform entstehe.

Es gebe in den Ländern etliche Unterschiede, die automatisierte Fahrfunktionen aus dem Konzept bringen könnten. Beispiel rote Ampel: «Überall gleich ist, dass man bei Rot nicht fahren darf, aber ob der Haltepunkt vor oder auf der weißen Linie ist, ist nicht gleich», sagte Wieker. Oder gelbe Ampel: Nicht alle Länder hätten eine Gelbphase. All das müsse berücksichtigt werden, wenn computergesteuerte Autos über Grenzen führen.

Europaweit einzigartige Teststrecke

Viel wird auf dem entstehenden Testfeld nicht zu sehen sein. «Das passiert alles im Hintergrund.» Die Wissenschaftler stellten die Informationen zusammen, damit Fahrzeughersteller später dort Testfahrten machen können. Auch Systeme zum Überholen, Einfädeln und Bremsen sollen bei verschiedenen Straßen, Verkehrsleitsystemen und Mobilfunknetzen ausprobiert werden.

Der Testring verlaufe von Saarbrücken über Metz (Frankreich), den Südosten Luxemburgs nach Merzig im Saarland. «So etwas ist in Europa einmalig», sagte Wieker, dessen Forschungsgruppe es seit 2004 gibt. 2013 war bereits ein Testfeld in Merzig gegründet worden. Die Entstehung einer grenzüberschreitende Teststrecke hatten die drei Länder im September 2017 besiegelt.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion manuell geschlossen
Aufgrund zu vieler unflätiger, ehrverletzender und beleidigender Kommentare zu dieser Story hat die Redaktion beschlossen, die Kommentarfunktion hier abzuschalten. Wir konzentrieren unsere Kapazitäten lieber auf Meinungsbeiträge, die sachbezogen und regelkonform sind. Dies ist im Sinne aller Leser und Kommentarschreiber, die fair spielen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manni am 11.07.2018 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Tests gehen so lange bis Menschen verletzt werden oder noch schlimmeres passiert, dann aber sollte man die Politiker die diesen quatsch genehmigt haben zur Rechenschaft ziehen, denn öffentliche Strassen sind keine Teststrecken! Eine Regierung hat kein Recht mit der Gesundheit und dem Leben anderer zu spielen!

    einklappen einklappen
  • Lustisch am 12.07.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Si mol gespaant wei sou een autonomen Auto owens durch den Krees vum Irrgarten kennt.

    einklappen einklappen
  • Lux am 12.07.2018 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohhh mamomam

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lux am 12.07.2018 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohhh mamomam

  • Franz am 12.07.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Solange einfache Bürocomputer Sachen machen, die auch ein Informatiker nicht genau erklären kann, ist das „Spielen“ mit selbstfahrenden Autos eine hirnverbrannte Gefährdung der allgemeinen Sicherheit. Es gibt inzwischen schon unzählige, auch tödliche Beispiele für dieses utopisches Glücksspiel auf öffentlichen Strassen. Müssen wir da unbedingt mitmachen?

    • El Capitan am 12.07.2018 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      Komentar überflüssig. Wenn wir uns neuen Technologien verschliessen dann bleiben Fortschritt und Konfort für die Autofahrer auf der Strecke.

    einklappen einklappen
  • arm am 12.07.2018 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Ergebnisse bin ich gespannt von 8 Stunden Fahrt 12 Stunden im Stau

    • @arm am 12.07.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      Stau oder nicht Stau es ist Zukunftsorientiert

    einklappen einklappen
  • Lustisch am 12.07.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Si mol gespaant wei sou een autonomen Auto owens durch den Krees vum Irrgarten kennt.

    • El Capitan am 12.07.2018 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Net anescht wei en normalen Auto dat well hei mol gesoot sin.

    • Eben am 12.07.2018 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      Also: guer net !

    einklappen einklappen
  • Jean-Claude Drunker am 11.07.2018 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    Naja, schlimmer kann's ja nicht mehr werden, mit die luxemburgische Verkehrssicherheit... /sarc

    • El Capitan am 12.07.2018 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      Es wird nicht schlimmer es wird irgendwann besser und sicherer, aber damit das kommt müssen wir offen sein für neue Technologien.

    einklappen einklappen