Prozess im Saarland

18. September 2020 09:27; Akt: 18.09.2020 11:05 Print

Therapeut soll 7-​​Jährigen missbraucht haben

SAARBRÜCKEN – Der Angeklagte hatte sich laut Nebenklage bereits mehrfach dem anstehenden Gerichtsverfahren entzogen.

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Der Angeklagte soll sich bereits mehrfach dem Verfahren entzogen haben.

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In Saarbrücken beginnt am heutigen Freitag der Prozess gegen einen Psychotherapeuten, der wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt ist. Nachdem der 64-jährige Angeklagte am Montag zum ersten Verhandlungstag nicht im Gerichtssaal war, hatte das Landgericht einen Haftbefehl gegen ihn verkündet. Sein Sohn hatte dem Verteidiger mitgeteilt, dass der Mann auf eigenen Wunsch in einer Privatklinik in Bayern sei.

Der Psychologe soll sich zwischen 2004 und 2006 bei einer Langzeit-Psychotherapie in seiner Praxis und in seiner Wohnung an einem Jungen vergangen haben, der anfangs sieben Jahre alt war. Das Gericht hatte den Mann 2012 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ausschlagend für das Gericht waren damals sowohl Aussagen des Jungen als auch E-Mails des Therapeuten mit einem Geldzahlungsangebot an die Mutter und ein weiterer, allerdings schon verjährter Fall.

Nachdem sowohl der Angeklagte als auch die Nebenklage Revision eingelegt hatten, hob der Bundesgerichtshof das Urteil Ende 2012 auf und verwies den Fall an das Gericht in Saarbrücken zurück. Laut Nebenklage entzog sich der Angeklagte danach mehrfach wegen angeblicher Erkrankungen und Depressionen dem Verfahren.

(L'essentiel/dpa)

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