Sperrung

05. Januar 2018 14:58; Akt: 05.01.2018 15:12 Print

Saar-​​Autobahn droht Überflutung

SAARBRÜCKEN – Aufgrund des starken Niederschlags in den vergangenen Tagen droht der Stadtautobahn in Saarbrücken die Überflutung. Sie wurde am frühen Freitagnachmittag gesperrt.

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Die Saar steht am Morgen des 05.01.2018 in Saarbrücken (Saarland) so hoch, dass sie fast die Stadtautobahn überflutet. (Bild: DPA/Oliver Dietze)

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Im Saarland sind die Wasserstände der Prims und oberen Blies zunächst gefallen. Wegen weiterer Niederschläge werde sich die fallende Tendenz aber verlangsamen, teilte das Hochwassermeldezentrum Saarland mit. Die Saar steige allerdings weiterhin. In Saarbrücken wurde die Stadtautobahn laut Behörden wegen einer möglichen Überflutung am frühen Freitagnachmittag gesperrt.

Auch die Landstraße L127 zwischen Steinbachtal und Netzbachtal bei Saarbrücken musste auf einer Länge von 3,5 Kilometern wegen Überflutung gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die L260 und L259 umgeleitet, wie der Landesbetrieb für Straßenbau mitteilte.

Die Berufsfeuerwehr Saarbrücken hatte in der Nacht auf Freitag rund 20 Einsätze. In den meisten Fällen seien Keller leer gepumpt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Außerdem hätten einige Straßen unter Wasser gestanden. Die Polizei sprach von gut 50 Einsätzen landesweit.

Situation an der Mosel:

Nach dem Durchbrechen der Acht-Meter-Marke sind etliche Gemeinden an der Mosel von Hochwasser betroffen, wo das Wasser zeitversetzt anschwappt. Mehrere Straßen seien gesperrt, zum Beispiel die B53 von Ürzig bis Traben-Trarbach und verschiedene Nebenstrecken, sagte ein Sprecher der Polizei in Bernkastel-Kues (Kreis Bernkastel-Wittlich). Einige Keller seien vollgelaufen, aktuelle Großeinsätze gebe es aber nicht. In Trier selbst besteht keine Gefahr.

Beim Hochwassermeldezentrum in Trier gehen derzeit zahlreiche Anrufe von besorgten Bürgern ein. «Die Anrufe kommen von der gesamten Mosel - immer drei, vier gleichzeitig», sagte Kugel. Die Menschen wollten wissen, ob sie räumen sollten oder nicht. «Oft hängt das von 20 bis 30 Zentimetern ab. Ich sage immer: «Räumt lieber!». Auch wenn das Ereignis für Betroffene schlimm sei, für die Mosel insgesamt sei es «nicht dramatisch».

Schifffahrt bleibt gesperrt

«Wir haben gestern schon die Tankstelle in Ufernähe abgebaut», sagte Ortsbürgermeister Arno Simon in Ürzig (Kreis Bernkastel-Wittlich). Da stehe das Wasser nun bereits. Die Einwohner versuchten sich so gut zu schützen, wie es gehe.

Die Schifffahrt auf der kompletten Mosel bleibe gesperrt, sagte der stellvertretende Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Koblenz, Tobias Schmidt. Er ging davon aus, dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am Wochenende so bleibe. Eine Entspannung der Lage sei erst Anfang nächster Woche zu erwarten, sagte Kugel.

Entspannt waren trotz des Hochwassers am Freitag aber auch Gemeinden, die einen Hochwasserschutz hatten wie beispielsweise Lieser (Kreis Bernkastel-Wittlich). «Wir hätten sonst schon bei sieben Metern das Wasser im Ort gehabt», sagte Ortsbürgermeister Reinhard Barthen.

(L'essentiel/dpa)

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