Grenzkontrollen

19. März 2018 14:53; Akt: 19.03.2018 14:57 Print

328 Menschen wollten unerlaubt nach Luxemburg

LUXEMBURG/BERLIN – Deutschland bereitet eine Verlängerung der Grenzkontrollen vor. Auf dem Weg nach Luxemburg wurden im Vorjahr 328 illegal Einreisende gestoppt.

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Die Schleierfahnder der deutschen Polizei haben im Vorjahr insgesamt 16.000 unerlaubt Einreisende gefasst. (Bild: DPA/Pawel Sosnowski)

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt den Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer für längere Grenzkontrollen.

«Die Bundeskanzlerin und der Innenminister haben sich darüber abgesprochen, dass eine Verlängerung der Kontrollen an der deutschen Grenze derzeit notwendig ist», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Grund sei der mangelhafte Schutz der europäischen Außengrenzen.

Seehofer will verstärkte Überwachung

Seehofer hatte in der Welt am Sonntag gefordert, die europäischen Binnengrenzen müssten so lange überwacht werden, bis die Außengrenzen geschützt seien, und auch eine verstärkte Überwachung der Binnengrenzen ins Spiel gebracht. Der vorige Woche neu ins Amt gekommene CSU-Chef gilt als innenpolitischer Hardliner.

Deutschland hatte im September 2015 angesichts des starken Flüchtlingszuzugs an der Grenze zu Österreich mit den Kontrollen begonnen. Die Kontrollen finden an drei grenzüberschreitenden Autobahnen und wechselnden Orten im Grenzgebiet statt.

328 Personen an der Luxemburger Grenze gestoppt

Bei der sogenannten Schleierfahndung können Polizisten Reisende auch ohne konkreten Verdacht überprüfen. Dabei wurden im vergangenen Jahr nach Angaben des deutschen Innenministeriums 16.000 unerlaubt Einreisende aufgegriffen. 7000 Menschen wurden demnach zurückgewiesen, weil sie kein Aufenthaltsrecht oder kein gültiges Reisedokument hatten oder keinen Schutz in Deutschland suchten.

Im Umfeld der tschechischen Grenze registrierten die Behörden laut Ministerium 4053 Personen, denen sie eine unerlaubte Einreise unterstellen, bei der französischen Grenze waren es 3946 Menschen, nahe Polen 2148, bei den Niederlanden 1654 und nahe Luxemburg 328 Personen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • joe am 20.03.2018 03:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wurde gegen das Dublin Abkommen verstossen.Das heißt das EU Länder gegen Gesetz verstossen haben ohne Konsequenzen.Also warum sollten wir denn Gesetze respektieren???

  • Jos am 19.03.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich....weil die EU es nicht schafft, das Schengen-Abkommen korrekt umzusetzen und gesamteuropäisch die Aussengrenzen streng zu kontrollieren, tut man jetzt so, als wenn durch die sporadischen Kontrollen im Inneren dies ausgeglichen werden könnte....

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  • de kritiker am 20.03.2018 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Joe &jos Wer hat sich nicht an das Dublin Abkommen gehalten und alles außer Kraft gesetzt ohne Abstimmung der EU Partnern? Frau Merkel. Diese Frau mit Unterstützung von Junker führt dieses Europa zum scheitern. Siehe brexit von Großbritannien. Hoffe nur dass einige Länder ihr die Stirn bitten . Macron dagegen wird sich an Deutschland dranhängen da sein Land in allen Lagen absäuft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • de kritiker am 20.03.2018 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Joe &jos Wer hat sich nicht an das Dublin Abkommen gehalten und alles außer Kraft gesetzt ohne Abstimmung der EU Partnern? Frau Merkel. Diese Frau mit Unterstützung von Junker führt dieses Europa zum scheitern. Siehe brexit von Großbritannien. Hoffe nur dass einige Länder ihr die Stirn bitten . Macron dagegen wird sich an Deutschland dranhängen da sein Land in allen Lagen absäuft.

  • joe am 20.03.2018 03:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wurde gegen das Dublin Abkommen verstossen.Das heißt das EU Länder gegen Gesetz verstossen haben ohne Konsequenzen.Also warum sollten wir denn Gesetze respektieren???

  • Jos am 19.03.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich....weil die EU es nicht schafft, das Schengen-Abkommen korrekt umzusetzen und gesamteuropäisch die Aussengrenzen streng zu kontrollieren, tut man jetzt so, als wenn durch die sporadischen Kontrollen im Inneren dies ausgeglichen werden könnte....

    • richtegsinech am 19.03.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

      richteg

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