Moselle

26. Januar 2020 17:47; Akt: 26.01.2020 18:02 Print

30 Jahre Gefängnis für 31 Messerstiche

MONTIGNY-LES-METZ – Ein Mann hasst seinen Schwiegervater, droht ihm über Jahre hinweg und ersticht ihn schließlich brutal.

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Ein Mann wurde am Freitagabend in Metz zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er seinen achtzigjährigen Schwiegervater erstochen hat. Er hatte den Mord zuvor mehrmals angekündigt.

Der Generalanwalt hatte unter Hinweis auf die «Vorsätzlichkeit» seiner Tat eine lebenslange Haftstrafe gegen den 67-jährigen Alain R. beantragt. Der Richter wies auch auf den «Willen» des Angeklagten hin, «die Erinnerung an das Opfer zu beschmutzen und die Familie zu verletzen». Der Mann, der seit Mittwoch vor dem Mosel-Gericht wegen Mordes angeklagt ist, drückte keine Reue aus. «Ich war entschlossen, ihn zu töten (...) Ich habe so lange zugestochen, bis ich sein Herz nicht mehr hören konnte», gab er bei der Anhörung zu.

« Er hat mein Leben ruiniert. »

Am Mittag des 12. Juni 2017 war er zum Haus seines Schwiegervaters François P., einem 81-jährigen Witwer, in Montigny-lès-Metz gefahren. Er bedrohte dort eine seiner Nichten mit einem Messer und ging dann nach oben, wo der Achtzigjährige Zuflucht suchte.

Dort stach er 37 Mal auf seinen Schwiegervater ein, mit dem er seit den 1970er Jahren in Konflikt stand. Nach der Tat, während sich Familienmitglieder mit der Polizei vor dem Haus versammelten, rief Herr R., Blut befleckt, vom Balkon: «Er hat mein Leben ruiniert».

Finanzieller Streit

Der Angeklagte hatte wiederholt seine Absicht bekundet, seinen Schwiegervater zu töten, und dieser hatte insbesondere im Jahr 2016 eine Klage wegen «Morddrohungen und Gewalt» eingereicht. R. wurde der Zutritt zum Haus des Achtzigjährigen verboten. Ihr Konflikt begann in den 1970er Jahren, als R. sich selbständig machte und eine der Töchter seines Chefs heiratete. Ein Finanzstreit in den 1990er Jahren hatte ihre Konflikt noch verstärkt.

R. war seiner Frau und anderen Mitgliedern der Familie gegenüber mehrfach gewalttätig gewesen, auch am Tag der Ereignisse.

(L'essentiel/afp)

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