BELGISCHE MEILER

08. August 2012 17:56; Akt: 08.08.2012 18:13 Print

AKW droht wegen Rissgefahr Stilllegung

Im belgischen Doel sind Risse an einem Reaktorbehälter festgestellt worden. Nun denkt die Atomaufsicht über ein vorzeitiges Aus nach. Diese könnte auch das AKW Tihange bei Lüttich betreffen.

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Das AKW von Tihange bei Lüttich könnte früher abgeschaltet werden als gedacht.

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Bei einer Routinekontrolle im belgischen Atomkraftwerk Doel sind «scheinbare Risse» am Reaktorbehälter festgestellt worden. Dies teilte die belgische Atomaufsichtsbehöre AFCN am Mittwoch mit.

Die AKW-Einheit nahe Antwerpen werde nur dann wieder ans Netz gehen, wenn der betreiber «überzeugende Argumente liefern» könne, heißt es weiter. Aus einem internen Schreiben der Behörde ging nach Angaben der Nachrichtenagentur afp zudem hervor, dass der Reaktorbehälter im AKW Tihange 2 nahe Lüttich ähnlich und von derselben Firma gebaut worden sei.

Daher schließt die AFCN nicht aus, dass die belgische Stromversorgung «im Extremfall» ohne die Leistung der beiden Meiler auskommen müsse. Auch der Fahrplan für den Ausstieg aus der Atomenergie könnte neu überdacht werden müssen. Belgien plant den Atomausstieg ab 2016. Im Jahr 2025 soll der letzte Meiler vom Netz gehen.

(L'essentiel Online mit afp)