In Mainz

26. Dezember 2017 11:57; Akt: 27.12.2017 07:28 Print

Aktion erfüllt Todkranken letzten Wunsch

MAINZ – Noch mal ans Meer oder ins Stadion fahren: Ein spezieller Wagen ermöglicht seit Jahresbeginn todkranken Patienten in Rheinland-Pfalz einen Ausflug.

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Mit diesem Wagen werden den Schwerkranken ihre sehnlichsten Wünsche erfüllt. (Bild: DPA/Roland Weihrauch)

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Einen letzten Herzenswunsch vor dem Tod erfüllen - das hat der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in diesem Jahr 30 schwerkranken Menschen in Rheinland-Pfalz ermöglicht. «Alle Wünsche, die eingegangen sind, haben wir versucht, wahrwerden zu lassen», sagte Karina Dingebauer vom ASB der Deutschen Presse-Agentur.

Neben klassischen Wünschen, wie noch mal ans Meer fahren oder in Fußballstadion gehen, seien es vor allem die kleinen Anliegen gewesen, die die freiwilligen Helfer des Wünschewagens bewegt hätten. «Viele wollten einfach noch mal die Stationen der eigenen Lebensgeschichte besuchen», sagte Dingebauer. So seien Fahrten zum Haus der Schwerkranken oder zur alten Schule öfters vorgekommen.

Über Spenden finanziert

Aber auch außergewöhnliche Wünsche seien dabei gewesen. Ein kranker Landwirt habe zum Beispiel noch mal zur Ausbildungsstätte seines Sohns fahren wollen, um sich zu bedanken. «Das hat uns sehr berührt», sagte Dingebauer. Ein anderer Herr im Rollstuhl habe noch mal gehen wollen. «Wir haben ihn dann zu einem Gang-Roboter gefahren.»

Doch nicht alle Wünsche konnten erfüllt werden. Oftmals habe sich zudem kurz vorher der Gesundheitszustand verschlechtert, oder die Fahrt hätte zu lange gedauert. «Einmal wollte jemand noch mal in die Türkei fahren», sagt Dingebauer. «Das konnten wir nicht ermöglichen.» Alle Ziele müssen innerhalb eines Tages erreichbar sein. In den meisten Fällen seien es Angehörige gewesen, die auf das Wünschewagen-Team zugekommen seien, aber auch Hospiz-Mitarbeiter hätten sich gemeldet.

Jeweils ein ehrenamtlicher Rettungssanitäter und ein Pfleger begleiten den Schwerkranken auf der Fahrt. Für den Gast und eine Begleitperson ist die Reise kostenlos. 130.000 Euro habe das Projekt bisher gekostet. Gestemmt werden die Kosten über Spenden. Außerdem helfen rund 30 Freiwillige in ihrer Freizeit aus.

(L'essentiel/dpa)

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