Anstieg seit Dezember

19. Juni 2018 14:36; Akt: 19.06.2018 14:40 Print

Belgier kommen vermehrt per Zug nach Luxemburg

ARLON/LUXEMBURG - Die Neuerungen im Bahnverkehr zwischen Luxemburg und Arlon zeigen Wirkung: Die Zahl der Pendler ist seit Dezember merklich gestiegen.

storybild

Die Park-and-Ride-Anlage beim Bahnhof Arlon stößt bereits an ihre Kapazitätsgrenze. (Bild: L'essentiel/Frédéric Lambert )

Zum Thema

Vergangenen November beklagten die Transportminister beider Länder, dass nur fünf Prozent der belgischen Grenzgänger auf dem Weg in die Arbeit in Luxemburg den Zug nutzen. Sieben Monate später hat sich die Zahl der Bahnpendler spürbar erhöht. Das hat vor allem mit der Einführung von kostenlosen Park-and-Ride-Parkplätzen an den Bahnhöfen und billigeren Bahn-Abos zu tun.

Die luxemburgische Regierung spricht in diesem Zusammenhang von einem «phänomenalen Erfolg». Die belgische Staatsbahn SNCB habe seit 1. Dezember «einen Anstieg der Nutzerzahlen um 20 Prozent verzeichnet und der P+R beim Bahnhof Arlon mit 755 Stellplätzen ist aktuell zu 95 Prozent ausgelastet», erklärt das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur in einem Communiqué.

Nächste Etappe: P+R Viville

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, musste die SNCB die Kapazität der Park-and-Ride-Anlage in Arlon bereits Anfang Mai um rund 100 Plätze erhöhen. Dazu wurde eine alte Abstellhalle für Züge umgebaut. Das Luxemburger Ministerium bestätigt, dass «jeder zweite neue Nutzer des Parkplatzes auf öffentliche Transportmittel zurückgreift».

In Luxemburg arbeiten rund 40.000 Belgier. Nur 2000 unter ihnen nutzten laut Zahlen vom November 2017 den Zug, um zur Arbeit zu kommen. François Bausch erklärte am Dienstag, dass die Zahl der Bahnpendler mittlerweile um 20 Prozent gestiegen sei. «Die nächste Etappe wird der Bau eines P+R in Viville sein, der ein enormes Potenzial mit sich bringt (plus 1000 schnell verfügbare Plätze). Die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant.» Der neue Pendler-Parkplatz in der Nähe der früheren SNCB-Werkstätte könnte die Straßen zwischen den Nachbarländern weiter entlasten.

(fl/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.