Hauptfeldwebel

21. Januar 2016 08:26; Akt: 21.01.2016 08:25 Print

Muslimische Soldatin polarisiert mit Web-​​Beitrag

DAUN - Mit diesem gewaltigen Echo hat Nariman Reinke wohl nicht gerechnet. Das Internet-Posting des Hauptfeldwebels zu den Übergriffen in Köln wird heiß diskutiert.

Ich bin deutsch und Muslima. Meine Eltern kommen aus Marokko. Wenn ich höre, dass manche der Verbrecher von Köln aus...

Posted by Deutscher.Soldat.e.V. on Donnerstag, 14. Januar 2016

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Nariman Reinke (36), Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr, hat mit einem Internet-Posting zu den sexuellen Übergriffen von Köln bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. Dafür gebe es weder eine marokko- noch islamspezifische Entschuldigung oder Erklärung, schreibt die muslimische Soldatin, deren Eltern vor 52 Jahren als Gastarbeiter aus Marokko nach Deutschland kamen.

Ihr Plädoyer gegen Vorurteile veröffentlichte sie auf der Facebook-Seite ihres Vereins «Deutscher.Soldat.», der von Bundeswehrangehörigen aus Migrantenfamilien gegründet wurde. Der Beitrag wurde tausendfach geteilt und kommentiert. Reinke kommt aus Hannover, sie ist derzeit beim Bataillon Elektronische Kampfführung in Daun in der Eifel stationiert.

Schlimme Vermischung

«Es ist ganz schrecklich, dass der Islam nun für Köln verantwortlich gemacht wird», sagte die Soldatin der Deutschen Presse-Agentur. Die 36-jährige engagiert sich auch als Mitglied der Kommission für Integration und Teilhabe des niedersächsischen Landtages.

Nach ihrer Überzeugung ist die Entscheidung, Flüchtlinge aufzunehmen, trotz der Vorfälle in Köln richtig. «Wer weiß denn, wie viele Flüchtlinge in der Silvesternacht dabei waren? Und was hat deren Anzahl mit unseren eigenen Werten zu tun?» Schlimm sei es, die Themen Kriminalität und Flüchtlinge zu vermischen und dabei auch den Islam mitverantwortlich zu machen.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gans de dijker am 28.01.2016 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Criminal facts are just as personal as life is. Being human in the past is no garantee for humanity in the future.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gans de dijker am 28.01.2016 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Criminal facts are just as personal as life is. Being human in the past is no garantee for humanity in the future.