Greenpeace-Bericht

11. Oktober 2017 11:14; Akt: 11.10.2017 11:32 Print

Sicherheitslücken bei AKWs nahe Luxemburg

CATTENOM/HUY – Sechs Atomkraftwerke – darunter Cattenom und Tihange nahe der luxemburgischen Grenze – sind laut der Umweltorganisation nicht ausreichend gegen Angriffe geschützt.

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Die Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente seien im Falle böswilliger Taten ach im Atomkraftwerk Cattenom «extrem anfällig». (Bild: DPA/Christophe Karaba)

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Französische und belgische Atomkraftwerke sind laut einem Greenpeace-Bericht nicht ausreichend gegen Angriffe geschützt. Die Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente seien im Falle böswilliger Taten «extrem anfällig», teilte die Umweltschutzorganisation am Dienstag in Paris mit. In diesen Becken falle die höchste radioaktive Strahlung in einem Atomkraftwerk an. Anders als die Reaktorgebäude seien die Gebäude der Abklingbecken nicht mit einem verstärkten Sicherheitsbehälter versehen.

Falls bei einer Attacke das Becken beschädigt würde und das Wasser abliefe, würden die Brennelemente nicht mehr gekühlt, teilte Greenpeace mit: «Ein Atomunfall kommt in Gang, mit sehr schwerwiegenden radiologischen Folgen.»

«Sehr hohes Bedrohungslevel»

Die Organisation hatte sieben Experten aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA mit dem Bericht beauftragt, der sich auf frei zugängliche Informationen stützt. Vier Kraftwerke in Frankreich - darunter Cattenom und Fessenheim - sowie Doel und Tihange in Belgien wurden dabei näher untersucht. Greenpeace veröffentlichte nur eine Zusammenfassung, der komplette Bericht werde aus Sicherheitsgründen nur den Behörden zugängig gemacht.

Darin wird auch auf das «sehr hohe Bedrohungslevel» in Frankreich verwiesen - das Land war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Terroranschlägen. Greenpeace forderte vom Stromkonzern EDF, der die 58 französischen Atomreaktoren betreibt, die Abklingbecken besser zu schützen.

«Abklingbecken: Die Achillesferse französischer und belgischer Atomkraftwerke», schrieb Greenpeace Frankreich auf seinem Twitterprofil.

(L'essentiel/dpa)

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