Schüsse in der Moselstadt

27. März 2017 19:06; Akt: 27.03.2017 20:25 Print

Trierer «Reichsbürger» war auf Bewährung frei

TRIER – Er schoss mit einer Softair-Gun auf Menschen: Der 45-Jährige, den die Polizei im Trierer Alleencenter festgenommen hat, hatte bereits etliche Male Gerichten zu tun gehabt.

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«Der Mann hat einige Vorstrafen und stand bei seiner Festnahme am Samstag auch unter einer noch laufenden Bewährungsstrafe», erklärte der Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Montag auf Anfrage des Trierischen Volksfreund. Der Mann hatte am Samstag, 25. März, in einem Supermarkt im Alleencenter in der Trierer Ostallee mit einer Softair-Pistole zweimal gezielt auf Menschen geschossen. Verletzt wurden diese dadurch nicht, die abgeschossenen Plastikprojektile verursachten den Opfern allerdings Schmerzen. Einem Helfer, die eingreifen wollten, schlug der Mann mit der Waffe ins Gesicht.

Die Polizei, die bei der Festnahme selbst zwei Warnschüsse in die Luft abgab, fasste den Angreifer auf der Flucht. Der Mann stamme aus der Region Trier und habe zuletzt in Trier gewohnt, berichtet Oberstaatsanwalt Fritzen. Er sei am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt worden, der Haftbefehl erließ. Der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, die Ermittlungen laufen weiter. «Es werden zum Beispiel Zeugen vernommen, die vor Ort waren», sagt Fritzen.

Verurteilung wegen Volksverhetzung

Der mutmaßliche Täter ist den Ermittlungsbehörden nicht unbekannt. Er sei in den vergangenen Jahren mehrfach verurteilt worden, meist wegen Diebstahlsdelikten. «Einmal auch wegen Volksverhetzung» sagt Fritzen. Grund für diese Verurteilung seien strafbare Kommentare im Internet gewesen, mit denen der Mann gegen Ausländer gehetzt habe. Die Vorstrafen reichten von Geld- über Bewährungsstrafen bis zu Haftstrafen, die der Mann hinter Gittern verbringen musste. Aktuell wird gegen den Mann nach dem Vorfall von Samstagabend wegen Diebstahls mit Waffen, mehrfacher gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Zum Tatzeitpunkt war eine Gefängnisstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt war, noch nicht verbüßt. Bei seiner Festnahme hatte der Mann gegenüber der Polizei angegeben, sich zu den so genannten «Reichsbürgern» zu zählen, die den deutschen Rechtsstaat und sein Grundgesetz nicht anerkennen. Wie lange die Ermittlungen dauern und wann mit einer Anzeige zu rechnen ist, könne laut Fritzen noch nicht vorausgesagt werden.

Quelle: Volksfreund.de

(L'essentiel)

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