Mordanschlag nahe Trier

10. Januar 2019 12:47; Akt: 10.01.2019 12:57 Print

«Aktenzeichen XY» sucht Schrotflinten-​​Attentäter

OSBURG/MAINZ – Ermittler aus Trier waren am Mittwoch zu Gast in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst». Es geht um einen heimtückischen Mordversuch aus dem August 2017.

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Zu einem mutmaßlichen Mordversuch in Osburg (Kreis Trier-Saarburg) sind nach der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» von Mittwochabend 18 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Diese würden derzeit noch genauer geprüft, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier am Donnerstag. Über die Qualität der Hinweise könne man bisher keine Aussage treffen.

Am 12. August 2017 hatte ein Täter aus kurzer Distanz mit einer Schrotflinte durch ein Fenster eines Wohnhauses in Osburg geschossen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um eine gezielte Attacke handelte, die den 35-jährigen Bewohner des Hauses treffen sollte. Dieser schlief zum Tatzeitpunkt auf einer Couch direkt unter dem durchschossenen Fenster – und wurde nicht verletzt. Für Hinweise, die zum Täter führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Nur durch Glück nicht verletzt

Wie Christian Cordel von der Kripo Trier in der Sendung am Mittwoch erklärte, hatte das Opfer vor der Tat verschiedene Konflikte mit Personen aus seinem Umfeld. Unter anderem ging es um Schulden von ein paar hundert Euro. Allerdings würden keine dieser Konflikte als Motiv infrage kommen, so der Ermittler.

Die Staatsanwaltschaft Trier geht davon aus, dass der Täter wusste, dass das Opfer öfter am Sofa schlief. Es handle sich um eine «heimtückische Tat», der schlafende 35-Jährige hatte gar keine Chance zu reagieren. Nur durch Glück verfehlten ihn die Schrotkugeln, die die heruntergelassene Rolllade und das Fenster durchschlugen und in einer gegenüberliegenden Wand im Zimmer stecken blieben.

Die Ermittler hoffen durch den Fernsehauftritt auf Hinweise von Mitwissern oder Zeugen, die in der Nacht auf den 12. August 2017 etwas Verdächtiges in Osburg bemerkt haben. Bei dem Täter handelt es sich laut Justiz möglicherweise um eine schwache Persönlichkeit, die die unmittelbare Konfrontation mit dem Opfer scheute.

Link zur Sendung vom 9. Januar

(L'essentiel/dpa/jt)

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