in Rheinland-Pfalz

17. April 2020 15:48; Akt: 17.04.2020 15:48 Print

Anklage nach Familienstreit mit einem Toten

TRIER – Nach einem tödlichen Familienstreit in der Eifel hat die Staatsanwaltschaft Trier gegen Mutter und Tochter Anklage erhoben.

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Mutter und Tochter sollen den 57-jährigen Familienvater so schwer verletzt haben, dass er verblutete. Das teilte die Ermittlungsbehörde am Freitag mit. Auch die inzwischen 56 und 26 Jahre alten Frauen wurden demnach bei der Auseinandersetzung Anfang Dezember 2017 verletzt.

Bereits vor der Eskalation soll es in der Familie, die zusammen wohnte, seit längerem Streit gegeben haben. Am Tatabend habe der betrunkene Vater seine Tochter unter anderem geschlagen und mit einer Bierflasche bedroht. Die Mutter habe daraufhin den Mann mit einem Windlicht mehrfach auf den Kopf geschlagen. «Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ihr Handeln insoweit durch Nothilfe gerechtfertigt war.»

Danach habe sich aber ein auf beiden Seiten brutaler Kampf entwickelt. Laut Anklage konnte der 57-Jährige sich schließlich wegen seiner Verletzungen und seiner rheumatischen Erkrankung nur noch kriechend fortbewegen. Der Kampf soll sich mit Pausen über Stunden gezogen haben. Dabei hätten die Angeklagten einerseits dem Mann Hilfe angeboten, andererseits auf Beleidigungen und Attacken von ihm mit Tritten und Schlägen gegen seinen Kopf und Oberkörper reagiert. Dabei sollen sie unter anderem eine Holzlatte verwendet haben, die sie dem Mann entrissen hatten. Als sich der Zustand des 57-Jährigen verschlechtert habe, habe die Ehefrau versucht, ihn zu reanimieren. Die Tochter habe Polizei und Notarzt verständigt. Letzterer habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

(L'essentiel/dpa)

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