Corona-Teststationen

05. August 2020 17:27; Akt: 05.08.2020 17:28 Print

Rheinland-​​Pfalz testet ab Donnerstag an Grenze

MAINZ - Rückkehrer aus Risiokogebieten müssen, andere Urlauber können sich nahe der Grenzen zu Luxemburg, Belgien, Niederlande und Frankreich oder am Flughafen testen lassen.

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Drei der Teststationen befinden sich in der Nähe von Autobahnen zu den Nachbarländern Luxemburg, Belgien, Niederlande und Frankreich, die vierte am Flughafen Hahn im Hunsrück, (Bild: DPA/Guido Kirchner)

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Auf der Autobahn A64 (auf luxemburgischer Seite die A1) wird nicht weit hinter der luxemburgischen Grenze am Parkplatz Markusberg ab Donnerstag eine Teststation für Rückkehrer aus einem Auslandsaufenthalt eingerichtet. «Wir haben höhere Infektionszahlen in ganz Deutschland, auch in Rheinland-Pfalz, und ein kleiner Teil davon ist auf Menschen zurückzuführen, die aus dem Urlaub kommen», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz. Daher sei das Angebot zusätzlich zu den bestehenden Test-Ambulanzen eingerichtet worden.

Auch in Bitburg nahe der belgischen Grenze an der Autobahn 60 konnten sich Reiserückkehrer bereits am Mittwoch testen lassen. An den drei anderen Stationen soll es am Donnerstagmorgen losgehen. Neben der Station am Markusberg wird es die Möglichkeit am Flughafen Hahn und in Landau in direkter Nähe zur Autobahn 65 für Urlauber geben, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren. Die Tests sind kostenlos und werden nur für Menschen angeboten, die von einer Auslandsreise zurückkommen, wie Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm (SPD) betonte.

Für Heimkehrer aus Risikogebieten ist der Test Pflicht, sie müssen sich bis zum Ergebnis in Quarantäne begeben. Von den Nachbarländern hat das Robert-Koch-Institut bisher nur Luxemburg als Risikogebiet eingestuft. Die bisherigen Ausnahmen im sogenannten kleinen Grenzverkehr zu Luxemburg bleiben aber bestehen: Wer sich kürzer als 72 Stunden in dem Großherzogtum aufgehalten hat, muss sich weder testen lassen noch in Quarantäne, wie Dreyer sagte. Damit sind insbesondere Pendler ausgenommen.

Bis zu 1000 Tests pro Tag

Die Teststationen haben von 8 bis 22 Uhr geöffnet, am Flughafen können die Zeiten entsprechend dem Flugplan abweichen. Bis zu 1000 Tests pro Tag seien an den vier Stationen möglich, sagte Wilhelm. Mit Kapazitätsengpässen sei nicht zu rechnen. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Neben den vier Teststationen des Landes würden auch andere aufgebaut, etwa in Bad Kreuznach, sagte Wilhelm. Zudem könne sich jeder auch an die Ärzteschaft wenden. Zwar gebe es keinen Anspruch darauf, dass der Hausarzt den Test durchführe. Dieser zeige aber den Weg auf, etwa zur Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung.

Die Infektionsdynamik in Rheinland-Pfalz ist zurzeit etwas höher als in ganz Deutschland: Nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ergibt sich zurzeit eine Reproduktionszahl von 1,21 für das Bundesland, verglichen mit 0,99 im Bund. Ein R-Wert von 1 bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz stieg bis Mittwoch um 26 auf 7627. Die Gesundheitsämter registrierten unverändert 239 Todesfälle von infizierten Menschen. Aktuell sind 325 Menschen im Bundesland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Stärker gestiegen sind zuletzt die Infektionen in der Westpfalz und im Eifel-Mosel-Raum. In der Liste der sogenannten Inzidenz liegt der Kreis Kusel mit 18 Fällen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an der Spitze, gefolgt vom Kreis Bitburg-Prüm. In 9 der insgesamt 36 Kreise und kreisfreien Städte ist in der zurückliegenden Woche keine einzige Infektion bekannt geworden.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meinung am 05.08.2020 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Also nach all dem was ich nun lese, stelle ich fest, irgendwo stimmt was nicht. Das Gesundheitsministerium in Luxemburg gibt an, dass die Reproduktionszahl in Luxemburg, bei 0,8 liegy. Wenn ich nun das Robert Ko h Institut nehme, dann liege wuetden die Zahlen in Deutschland bei 1,06 bis 1.18 liegen demnach auf welchen Zeitraum geschaut. Also waere damit Deutschland Risikoland und nicht Luxemburg. Wie erklaert dies das Kochinstitut?

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  • Jängi am 06.08.2020 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie England aus der Eu müste jetzt auch Deutschland austreten wir sind ja alle kein Europa jeder kocht ja gerne in seinem Topf und dabei soll zusammen arbeit das wichtigste sein ein vorbild sein lassen wier uns überraschen .

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jängi am 06.08.2020 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie England aus der Eu müste jetzt auch Deutschland austreten wir sind ja alle kein Europa jeder kocht ja gerne in seinem Topf und dabei soll zusammen arbeit das wichtigste sein ein vorbild sein lassen wier uns überraschen .

  • Meinung am 05.08.2020 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Also nach all dem was ich nun lese, stelle ich fest, irgendwo stimmt was nicht. Das Gesundheitsministerium in Luxemburg gibt an, dass die Reproduktionszahl in Luxemburg, bei 0,8 liegy. Wenn ich nun das Robert Ko h Institut nehme, dann liege wuetden die Zahlen in Deutschland bei 1,06 bis 1.18 liegen demnach auf welchen Zeitraum geschaut. Also waere damit Deutschland Risikoland und nicht Luxemburg. Wie erklaert dies das Kochinstitut?

    • Der hutt se jo gewielt am 06.08.2020 08:29 Report Diesen Beitrag melden

      Gar nicht, Hauptsachen unser EmmerDobaussenMinister radelt durch Frankreich, die ImmerkränkerMinisterin spielt mit den Zahlen und wir können schauen wo wir bleiben.

    • en letzebuerger am 06.08.2020 18:08 Report Diesen Beitrag melden

      Was haben unsere Minister mit dem RK zu tun ?

    • Phil am 07.08.2020 08:51 Report Diesen Beitrag melden

      Majo, iwwert deen doten Wee hun ons "gute deutsche Nachbarn" de facto nees eng Grenzschliessung erreescht. An keen vun onsen héich bezuelten Ministeren ennerhëllt eppes dogéint... stin do mam Fanger am Mond!

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