Omikron-Variante

29. November 2021 15:53; Akt: 29.11.2021 16:23 Print

Biontech arbeitet schon an Impfstoff-​​Anpassung

MAINZ – Der Impfstoffhersteller Biontech hat bereits mit der Untersuchung der Omikron-Variante begonnen, um schnellstmöglich herauszufinden, der Impfstoff angepasst werden muss.

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Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. «Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht», teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die beiden Arbeitsgänge decken sich laut Biontech teilweise. «Zum einen haben wir unverzüglich Untersuchungen zur Omikron-Variante begonnen. Zum anderen haben wir ersten Schritte zur Entwicklung eines potenziellen neuen Impfstoffs eingeleitet, die sich mit den Laboruntersuchungen überschneiden», erklärte das Unternehmen. Die Labortests seien notwendig, um zu beurteilen, ob eine neue Impfung erforderlich sein könnte. Dabei würden Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. «Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben», erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

«Das Ziel ist, schnell bei der Entwicklung voranzukommen»

Biontech ordnete die bereits am Donnerstag eingeleiteten Schritte als «Standardvorgehen» für neue Varianten ein. «Ziel dieses Ansatzes ist es, schnell bei der Entwicklung voranzukommen, sofern ein variantenspezifischer Impfstoff erforderlich sein sollte», erklärte das Unternehmen.

Biontech hatte am Freitag erklärt, dass sich die neue Variante deutlich von bisher beobachteten Varianten unterscheide, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests gäben demnächst Aufschluss, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite. Das Unternehmen rechnete bis Ende nächster Woche mit Erkenntnissen.

Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anpassen

Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern, erklärte Biontech. Dafür seien klinische Studien mit variantenspezifischen Impfstoffen gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden.

Als Escape-Variante wird eine Virusvariante bezeichnet, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe zumindest in Teilen entzieht. Ein Impfstoff auf Basis des Botenmoleküls mRNA wie der von Biontech oder Moderna ist schneller herzustellen als herkömmliche Impfstoffe, da nur der Bauplan produziert werden muss, nicht das Antigen selbst.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 30.11.2021 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hatte gestern Abend einen Sender geschaut da haben sie davon gesprochen ein Virologe dass die neue Variante paar Monate dauern bis sich ein Impfstoff entwickelt

  • Wer's glaubt am 30.11.2021 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anpassen...sou wéi beim Delta? Dass ech net hart lachen, a sechs Wochen oder a sechs Méint kridd der nach emmer dee selwechten Impfstoff wéi lo. Firwat? Well madame Lehnert in weiser voraussicht 2.8 milliounen Dose bestallt huet an déi ginn un de Mann bruecht duerch Zwang wann et muss sinn an et muss sinn well sie laafen oof.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wer's glaubt am 30.11.2021 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anpassen...sou wéi beim Delta? Dass ech net hart lachen, a sechs Wochen oder a sechs Méint kridd der nach emmer dee selwechten Impfstoff wéi lo. Firwat? Well madame Lehnert in weiser voraussicht 2.8 milliounen Dose bestallt huet an déi ginn un de Mann bruecht duerch Zwang wann et muss sinn an et muss sinn well sie laafen oof.

  • Arm am 30.11.2021 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hatte gestern Abend einen Sender geschaut da haben sie davon gesprochen ein Virologe dass die neue Variante paar Monate dauern bis sich ein Impfstoff entwickelt