Luxemburg

29. April 2019 13:42; Akt: 29.04.2019 14:03 Print

Bischöfe werben für Teilnahme an Europawahl

LUXEMBURG – Christen dürfen nicht den Versuchungen des Nationalismus erliegen. Das war am Montag in Luxemburg die Botschaft von neun Bischöfen aus vier Ländern zur Europawahl.

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Katholische Christen sollen nach Ansicht von Bischöfen aus vier westeuropäischen Ländern an der Europawahl teilnehmen. (Bild: DPA/Fredrik von Erichsen)

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Neun katholische Bischöfe aus grenznahen Regionen in Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich haben die Gläubigen zur Teilnahme an der Europawahl aufgefordert. In einem am Montag in Luxemburg vorgestellten gemeinsamen Brief warnten sie die Bürger davor, «der Europäischen Union den Rücken zu kehren und sich in voneinander unabhängige Nationen zurückzuziehen». Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Nationen seien «die fruchtbarste Antwort, die wir auf die aktuellen Probleme Europas geben können».

Der Brief ist vom Erzbischof von Luxemburg, Jean-Claude Hollerich, sowie den Bischöfen von Trier, Aachen, Lüttich, Namur, Verdun, Metz, Nancy und Troyes unterschrieben. Die EU durchlebe derzeit «verschiedene wirtschaftliche, politische, demografische und ideologische Krisen». Fatalismus und Abkapselung würden nicht weiterhelfen, nötig sei ein «klarer und konstruktiver Blick auf Europa und seine Zukunft». Christen müssten sich für Europa im Dienst des Gemeinwohls engagieren und «in die Fußstapfen der Gründerväter (der EU) treten».

In ihrem Brief unterstützen die Bischöfe ein Europa, das mehr soziale Gerechtigkeit für alle fördere. Die EU müsse Menschen helfen, «die angesichts eines Liberalismus im Finanzwesen, der den Menschen verachtet, in Schwierigkeiten geraten sind». Im gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus werde Europa «seine Bemühungen um den Schutz seiner Außengrenzen fortsetzen müssen».

Umweltfragen seien von zentraler Bedeutung, schrieben die Bischöfe weiter. «Dazu bedarf es einer Veränderung unseres Lebensstils, eines verantwortungsvolleren Konsumverhaltens und einer bescheideneren Lebensweise» heißt es.

(L'essentiel/dpa/fj)

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