Aus der Grossregion

19. Juni 2019 17:27; Akt: 20.06.2019 06:56 Print

«Das Leben meines Sohnes ist in Gefahr»

LONGWY - Ein 18-Jähriger hat am Samstag bei einer Massenschlägerei schwere Verbrennungen davongetragen. Nun erhebt der Vater Vorwürfe gegen die Polizei.

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Die Schlägerei fand im Bezirk Gouraincourt statt.

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In der Nacht auf Sonntag sind bei einer Massenschlägerei im Bezirk Gouraincourt mindestens zehn Menschen verletzt worden. Eine Person erlitt schwere Verbrennungen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie liegt derzeit im Koma.

«Ein privater Streit» sei Abdelkader Bezzah zufolge der Auslöser für diese Schlägerei gewesen, die dazu führte, dass sein 18-jähriger Sohn Nassim in der Nacht geschlagen, mit Benzin überschüttet und Verbrennungen dritten Grades von sich getragen hat. Zwanzig Fahrzeuge sind in Brand gesteckt worden.

«Der Fall wird als Gewaltdelikt abgetan»

Nun hat sich der Vater an L'essentiel gewandt, um an diejenigen zu appelieren, die in jener Nacht «alles abfackeln wollten». Was der Vater fordert: Frieden. Und so ganz und gar nicht zufrieden zeigt er sich auch darüber, wie die Polizei den Fall behandle. «Dieser schlimme Vorfall, der ganz Longwy in Angst und Schrecken versetzt hat, wird als Gewaltdelikt abgetan. Dabei handelt es sich hier um versuchten Mord», klagt der Vater an.

«Jeder weiß, wer die Täter sind, wo sie sich aufhalten, wir haben es der Polizei gesagt. Uns sagte man darauf, dass sie überarbeitet seien. Ich bin gegen Brandanschläge auf Autos, trotzdem muss die Polizei ihre Arbeit richtig tun und für Gerechtigkeit sorgen», fährt er fort.

Vier Personen verhaftet

Während die mutmaßlichen Haupttäter noch auf freiem Fuß seien, seien inzwischen vier Personen im Fall der Autobrandstiftung verhaftet worden, bestätigte die Polizei.

Der Gesundheitszustand von Nassim Bezzah ist kritisch. «Das Leben meinen Sohnes steht auf dem Spiel. Wenn er überlebt, muss er sich sechs Monate lang zwei Transplantationen pro Woche unterziehen.»

(th/L'essentiel)

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  • De Mann vu menger Fra am 20.06.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentar ? Nee, e gët dach nët publizéiert.

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