Moratorium

06. Dezember 2019 15:00; Akt: 06.12.2019 15:03 Print

Deutsche Bahn will keine Strecken mehr stilllegen

Das Umdenken der deutschen Bahn könnte eine Chance für die Großregion werden. Das Unternehmen will keine Strecken mehr stilllegen und stattdessen inaktive Trassen beleben.

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Die Deutsche Bahn will künftig keine Strecken mehr stilllegen. (Bild: DPA/Christoph Soeder)

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Die Deutsche Bahn will nach eigenen Angaben keine Strecken mehr stilllegen und stattdessen mehrere Trassen wieder in Betrieb nehmen. «Wir stoppen Stilllegungen und haben eine Taskforce zur Streckenreaktivierung eingesetzt», sagte ein Sprecher am Freitag. «Bis zum Frühjahr soll ein Paket von Strecken identifiziert werden, über das man mit dem Bund und den Ländern sprechen will.» Zuvor hatte Der Spiegel über das Vorhaben berichtet.

«Wir brauchen in Deutschland jeden Kilometer Gleis, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen und das System Schiene robuster zu machen», zitierte das Magazin Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Er nannte als Vorbilder Verbindungen wie die Kurhessenbahn von Korbach nach Frankenberg und die Strecke von Gummersbach nach Lüdenscheid. Dem Bericht zufolge könnte damit die Niedtalbahn im Saarland vor dem Aus gerettet sein.

3600 Kilometer stillgelegt

Zwischen 1994 und 2019 wurden nach Angaben des Schienenlobbyvereins Allianz pro Schiene Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 3600 Kilometern stillgelegt, nahezu zehn Prozent des Netzes. Gleichzeitig seien jedoch auch 800 Kilometer für den Personen- und knapp 400 Kilometer für den Güterverkehr wieder in Betrieb genommen worden.

90 Prozent der stillgelegten Strecken liegen nach Branchenangaben in Ostdeutschland. Viele Abschnitte sind demnach kleine Verbindungsstücke, mit denen sich eine Lücke in langen Regionalstrecken schließen ließe. Auch in der Großregion wurden viele Strecke stillgelegt. Für die Bahnstrecke zwischen dem saarländischen Homburg und dem pfälzischen Zweibrücken gibt es bereits konkrete Pläne. Zuletzt hatten die saarländischen Grünen gefordert die Rosseltalbahn wieder in Betrieb zunehmen. Ein Teil dieser Strecke wurde für die Verbindung von Völklingen nach Thionville genutzt. Die Ost-West-Verbindung gehört zu den ehemals sieben Bahnstrecken die das Saarland mit Frankreich verbanden. So gibt es im Saarländischen Hostenbach einen Abzweig der ins französische Thionville führte.

(l'essentiel/dpa/lh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mündiger Bürger am 09.12.2019 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Dann werden jetzt wieder die zum Fahrradweg umgewandelten Strecken mit Gleisen belegt .. Ha Ha Ha

  • Julie am 06.12.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    find ich gut!...hat zwar nicht direkt was damit zu tun aber: warte auf eine ähnliche Entwicklung bei Immobilien, Sanierung statt Abriss, alle sprechen über Ressourcen schonen, dass es bald kein Sand mehr gibt usw ich bin voll beim Recyceln , Flohmärkte ziehen mich magisch an, Protzgeschäfte wie sie zur Zeit in Luxemburg entstehen find ich einfach nur affig, wieso immer alles gleich abreissen, alte Gebäude überstehen mehrere Generationen, die neuen nicht mal eine

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  • Mündiger Bürger am 09.12.2019 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Dann werden jetzt wieder die zum Fahrradweg umgewandelten Strecken mit Gleisen belegt .. Ha Ha Ha

  • Julie am 06.12.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    find ich gut!...hat zwar nicht direkt was damit zu tun aber: warte auf eine ähnliche Entwicklung bei Immobilien, Sanierung statt Abriss, alle sprechen über Ressourcen schonen, dass es bald kein Sand mehr gibt usw ich bin voll beim Recyceln , Flohmärkte ziehen mich magisch an, Protzgeschäfte wie sie zur Zeit in Luxemburg entstehen find ich einfach nur affig, wieso immer alles gleich abreissen, alte Gebäude überstehen mehrere Generationen, die neuen nicht mal eine