6500 Strafen in 4 Tagen

26. September 2017 17:36; Akt: 26.09.2017 17:52 Print

Die (vielleicht) fieseste Radarfalle der Großregion

WITTLICH/TRIER - Vergangene Woche platzierte die Polizei Trier ihren gefürchteten «Tarnkappen-Blitzer» auf der Autobahn A1. Die Aktion war ein Volltreffer.

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Die Polizei in Trier ist mit ihrem neuen «Kollegen» sichtlich zufrieden. Fast 6500 Autos hat der sogenannte «Enforcement Trailer», eine ziemlich gut getarnte Radarfalle, allein zwischen vergangenen Donnerstag und Sonntag an einer Baustelle auf der A 1 bei Wittlich geblitzt. Das teilt die Polizei Trier stolz per Communiqué mit.

Den «Hauptpreis» gewann ein Autofahrer am frühen Freitagabend: Er tappte mit 207 km/h in die Falle. Erlaubt waren an der Messstelle nur 80 km/h. Den guten Mann erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 600 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monate Fahrverbot. Insgesamt bekommen knapp 1000 Fahrer eine Denkpause in Form eines Fahrverbots verpasst, weil sie an dieser Stelle schneller als 121 km/h gefahren sind.

Polizei untermauert Aktion mit Zahlen

Der «Tarnkappen-Blitzer» ist seit April im Gebiet des Polizeipräsidiums Trier im Einsatz. Auch Luxemburg hat sich eines dieser Hightech-Geräte besorgt. Die Starenkästen sind auf einem Anhänger montiert und werden dann meist im Baustellenbereich abgesenkt. Dann blitzt das Gerät bis zu sieben Tage lang einsam vor sich hin.

Die Polizei Trier weist darauf hin, dass zu schnelles Fahren insbesondere an Autobahnbaustellen schlimme Folgen haben kann. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Trier 2350 Verkehrsunfälle mit der Hauptunfallursache «Geschwindigkeit». Bei 671 dieser Verkehrsunfälle starben 15 Menschen, 845 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 26.09.2017 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Der Trierer Trailer steht eigentlich nie im Baustellenbereich sondern an Punkten die definitive keine Unfallschwerpunkte sind, sondern die aufgrund ihrer Ungefährlichkeit zum flotteren Fahren einladen. Ebenso wie der "Blitzer" der Stadt Trier eigentlich nie vor Schulen oder anderen neuralgischen Punkten steht sondern an den zweispurigen Ein- und Ausfallstraßen. Merkwürdig oder.

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  • dusninja am 30.09.2017 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich gesagt, ich bin auch da geblitzt worden. Allerdings war ich erstaunt, mit 30 Jahren Führerschein auf dem Buckel, auf ein Mal den Blitzer und das 80er Schild zu sehen dass ich mal wage zu behaupten, die Schilderführung war nich regelgerecht.. die Abstände zu kurz. Was auch erklären würde, wieso so viele ind die Falle der frühchristlichen Wegelagerei getappt sind. Die PD Trier tut sich damit auch keinen Gefallen, sie sollten die Radarfalle im Bereich 80>60 beim Spurwechsel stellen, aber wahrscheinlich geht es hier um Gewinnmaximierung. Kontraproduktiv.

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  • Colombo am 28.09.2017 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    ein Motorradfahrer wird nicht erkannt,weil das Gerät nur von vorne blitzt.Also noch kein Highttech,sondern nur ein halbes Gerät.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 30.09.2017 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich gesagt, ich bin auch da geblitzt worden. Allerdings war ich erstaunt, mit 30 Jahren Führerschein auf dem Buckel, auf ein Mal den Blitzer und das 80er Schild zu sehen dass ich mal wage zu behaupten, die Schilderführung war nich regelgerecht.. die Abstände zu kurz. Was auch erklären würde, wieso so viele ind die Falle der frühchristlichen Wegelagerei getappt sind. Die PD Trier tut sich damit auch keinen Gefallen, sie sollten die Radarfalle im Bereich 80>60 beim Spurwechsel stellen, aber wahrscheinlich geht es hier um Gewinnmaximierung. Kontraproduktiv.

    • KlausFS am 26.10.2017 19:37 Report Diesen Beitrag melden

      Ich bin auch genau dort in Anfang Oktober geblitzt worden. Bisher hatte ich noch keine Punkte in Flensburg und mich seit Jahrzehnten an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. Das war eine ganz üble Falle, auf die weder die Politiker der Stadt Trier noch die Polizei-Oberen stolz sein brauchen. Die angeführte Statistik ist völlig undifferenziert und legitimiert diese Abzocke in keinster Weise. Außerdem gehört es sich, daß man die Autofahrer vorher mit entsprechenden Limits herunterbremst und nicht plötzlich so eine Falle an den Strassenrand stellt - das ist linkisch, bösartig und geldgierig.

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  • Colombo am 28.09.2017 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    ein Motorradfahrer wird nicht erkannt,weil das Gerät nur von vorne blitzt.Also noch kein Highttech,sondern nur ein halbes Gerät.

  • der Neue am 26.09.2017 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfallschwerpunkt oder normale Strecke... zu schnell ist zu schnell... nicht überall kann dieses "moderne" Material richtig knipsen....

  • Dickmann am 26.09.2017 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das war eine gute Idee der Polizei !!! Gruß an die Bleifüße !!!!

  • Beobachter am 26.09.2017 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Der Trierer Trailer steht eigentlich nie im Baustellenbereich sondern an Punkten die definitive keine Unfallschwerpunkte sind, sondern die aufgrund ihrer Ungefährlichkeit zum flotteren Fahren einladen. Ebenso wie der "Blitzer" der Stadt Trier eigentlich nie vor Schulen oder anderen neuralgischen Punkten steht sondern an den zweispurigen Ein- und Ausfallstraßen. Merkwürdig oder.

    • Andy Shya am 01.08.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

      jetzt blitzen Sie sogar schon VOR den Schilder. Gestern so passiert. 100er Schild ca 100meter danach erst das 80er Schild. Aber der Blitzer 20 Meter davor. Und ja er war auf 80 eingestellt denn bin mit ca 88 geblitzt worden. Frechheit und heimtückisch

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