Gefahr unterschätzt

06. August 2020 08:51; Akt: 06.08.2020 09:04 Print

DLRG rechnet mit mehr tödlichen Badeunfällen

LEHMEN – Die DLRG warnt: Das Abkühlen in Rhein, Mosel und anderen Flüssen kann wegen der hohen Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe und der Strömung verheerende Folgen haben.

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Viele junge Männer unterschätzen die Gefahren in den Flüssen. (Bild: DPA/Marcel Kusch)

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Rheinland-Pfalz rechnet für diesen Sommer mit einer steigenden Zahl an Badetoten. Ursachen dafür seien das hochsommerliche Wetter und die niedrigen Pegel in den Seen und Flüssen, sagte ein Sprecher der DLRG. «Die Hitze verleitet die Menschen dazu, sich in den Gewässern abkühlen zu wollen. Dabei unterschätzen sie die Gefahren.»

So seien etwa Flüsse wie der Rhein und die Mosel nicht für das Baden geeignet. Die Fahrrinnen für den Schiffsverkehr seien sehr tief, hinzu kämen die Strömung, die hohe Sogwirkung von vorbeifahrenden Schiffen, das trübe Wasser und nicht sichtbare Hindernisse wie große Steine.

« Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und Gruppenzwang »

Im vergangenen Jahr waren in Rheinland-Pfalz neun Menschen beim Baden ertrunken und damit so wenige wie noch nie in den vorangegangenen 20 Jahren. Im Jahr 2018 waren es bei langem hochsommerlichen Wetter und sehr niedrigen Pegelständen 22 Badetote gewesen. Der DLRG-Sprecher schätzte, dass die Zahl in diesem Jahr zwischen diesen beiden Werten liegen werde. Erste Zahlen für den Sommer 2020 stellt die DLRG an diesem Donnerstagvormittag in Stuttgart vor.

Die meisten Badetoten waren der DLRG zufolge in den vergangenen Jahren Männer. «Besonders betroffen sind junge Männer, zurückzuführen ist das auf Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und Gruppenzwang. Sie wollen sich beweisen», sagte der Sprecher. Allerdings sorge die Corona-Pandemie dieses Jahr dazu, dass weniger Menschen zum Baden gingen. «Sie haben Angst vor der Ansteckung und meiden daher auch das Schwimmen.»

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 07.08.2020 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu vernachlässigen ist auch die Schliessung öffentlicher Schwimmbäder von März bis Mai/Juni wegen covid19 und der Ausfall des Schulunterrichts mitsamt Sportstunden. Die körperliche Kondition vieler "Sommer"schwimmer in Badegewässern ist dadurch dieses Jahr schlechter als sonst.

Die neusten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 07.08.2020 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu vernachlässigen ist auch die Schliessung öffentlicher Schwimmbäder von März bis Mai/Juni wegen covid19 und der Ausfall des Schulunterrichts mitsamt Sportstunden. Die körperliche Kondition vieler "Sommer"schwimmer in Badegewässern ist dadurch dieses Jahr schlechter als sonst.