Risikogebiet

18. August 2020 08:34; Akt: 18.08.2020 09:34 Print

Einstufung Luxemburgs soll geprüft werden

MAINZ/LUXEMBURG – Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert, die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet aufzuheben. Die Überprüfung des Status sei noch diese Woche möglich.

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Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, fordert von der Bundesregierung, die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet aufzuheben. (Bild: DPA/Christoph Reichwein)

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Einstufung Luxemburgs als Corona-Risikogebiet «schnellstmöglich aufzuheben». «Es ist sehr erfreulich, dass nach den neuesten epidemiologischen Statistiken die Infektionszahlen in Luxemburg stark rückläufig sind und damit die Tendenz der letzten Wochen bestätigen», sagte Dreyer am Montag in Mainz laut Mitteilung.

«Angesichts dieser positiven Entwicklung sollte die Bundesregierung die Situation im Großherzogtum nicht nur beobachten, sondern die Einstufung als Risikogebiet im Lichte der aktuellen Zahlen schnellstmöglich aufheben.» Sie habe dazu mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) telefoniert. Eine Überprüfung des Status könne noch diese Woche erfolgen.

Luxemburg sieht auch keine Grundlage mehr für eine Einstufung als Corona-Risikogebiet durch deutsche Behörden. Nach neusten epidemiologischen Zahlen seien die Sars-CoV-2-Neuinfektionen stark rückläufig, hatte Außenminister Jean Asselborn am Donnerstagabend gesagt. Mit 47,44 ansässigen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner über den Zeitraum vom 3. bis zum 9. August sei die von deutschen Behörden festgelegte Marke von 50 Fällen deutlich unterschritten.

Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet hat «massive Auswirkungen»

Mitte Juli war Luxemburg vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden, nachdem es die Schwelle von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen deutlich überschritten hatte. Luxemburg hatte sich von Anfang an gegen diese Einstufung gewehrt: Die hohen Zahlen hingen unter anderem damit zusammen, dass Luxemburg flächendeckend und mehr als andere Länder teste – und dabei auch Grenzgänger miteinbeziehe.

Dreyer sagte: «Als Land mit langen Außengrenzen zu mehreren europäischen Nachbarstaaten sind wir insbesondere mit Luxemburg eng verbunden. Allein zur Arbeit pendeln täglich rund 40.000 Menschen aus unserem Land über die Grenzen.» Die Ausweisung von Luxemburg als Risikogebiet habe dabei erneut «massive Auswirkungen» gehabt. Die Einstufung als Risikogebiet aufzuheben sei für die Bürger sowie den freien Waren – und Dienstleistungsverkehr in der Grenzregion sehr wichtig.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.T. am 18.08.2020 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Es besteht noch Hoffnung! Es gibt also auch noch Menschen die logisch überlegen! Gut, hoffe dass die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet bald aufgehoben wird und dass die Menschen in diesen schon schwierigen Zeiten wieder halbwegs normal leben können; ein jeder sollte Eigenverantwortung übernehmen damit Corona-Infektionen sich nicht weider ausbreiten, aber ohne dass die einen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen und andere weniger. Deshalb passt auf euch auf und bleibt gesund! Auf dass die Länder wieder "Freunde" werden!!

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  • lauter Weicheier am 18.08.2020 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Im Gegenzug hätte Luxemburg auch Deutschland auf die schwarze Liste setzen müssen, dann wäre mancher Politiker schneller in die Gänge gekommen.

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  • Mariännchen am 18.08.2020 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfüllen wir nun die vom RKI aufgestellten Kriterien, oder nicht? Wenn ja, wäre vielleicht mal an der Zeit, dass unsere Regierung den daraus resultierenden wirtschaftlichen Schaden beziffert und für jeden Tag Verzögerung der Aufhebung unseres Status als Risikogebiet eine Entschädigung fordert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 19.08.2020 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wie stand im Trierschen Volksfreund: Den Geschäften in Trier fehlen wenigstens 150 Millionen aus Luxemburg, obwohl ich diese Schätzung noch als eher untertrieben sehe da ich weiß wie jedes Mal alleine unsere Kartenabrechnung nach einem Einkaufs-bummel aussah.

  • christiane am 19.08.2020 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Mir goufen vum Däitschland ofgekappt - a keen huet sech richteg beméiht. Si konnte bei eis Tanktourismus bedreifen etc etc - mee gaanz einfach, à priori brauch ech net méi eriwer, kréien alles an eisem Ländchen oder iwer Internet. Tjo, alles geet....

  • Jhempy am 19.08.2020 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für alle, die es nicht verstanden haben: die Grenze von 50Fällen in einer Woche pro 100k Einwohner muss nach RKI nach dem erstmaligen unterschreiten für 2 Wochen eingehalten werden, bevor sich soetwas auflöst.

    • Der Böse am 19.08.2020 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Hier für alle und besonders für Sie Jhempy der Originaltext von der RKI-Seite.: "Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab..."2ter Schritt Lastikparagraphe oder à la tête dzu client. Nachschlagen und Lesen bildet.

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  • irina am 18.08.2020 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab da Familie und warte ab bis sich der Status ändert - de erkennt lux Test nicht und selbst wenn die sagen bei Familie nicht muss man trotzdem Test machen - alles eh lügen ????

  • Ein Konzer am 18.08.2020 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange brauchen die Penner noch???

    • Lili am 19.08.2020 09:26 Report Diesen Beitrag melden

      Deutsche Beamten! Sehr lange! Alles super heiss kochen! Echt zum Kotzen

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