Corona-Pandemie

16. März 2020 16:05; Akt: 17.03.2020 20:11 Print

«Ein Shutdown für zwei Wochen ist notwendig»

Die Kassenärztliche Vereinigung im Saarland fordert drastischere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus tatsächlich eindämmen zu können.

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Ein Arzt verlässt den Eingang des neuen Columbus Covid 2 Hospital in Italien. (Bild: DPA/Cecilia Fabiano)

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Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland appelliert an die Politik, weiterreichende Schritte gegen die Eindämmung des Coronavirus einzuleiten. In einer Pressemitteilung fordert die KV die Politik auf, über das bisherige Maß hinausgehende Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Infektion zu verlangsamen. Dies diene vor allem dem Schutz der besonders vulnerablen Patientengruppen sowie zum Schutz der im Gesundheitswesen Tätigen.

«Dazu gehören aus unserer Sicht entschlossene drastische Maßnahmen, wie sie zum Beispiel in Österreich ergriffen wurden», sagt Gunter Hauptmann, Vorsitzender des Vorstandes der KV Saarland. Dort wurden bereits komplette Gebiete unter Quarantäne gestellt. Zudem wurde heute eine Ausgangssperre verhängt. Hauptmann ist sich sicher, dass nicht mehr Zeit genug für Trippelschritte wäre. «Damit uns das Geschehen nicht überrollt, halten wir einen kompletten Shutdown für die nächsten zwei Wochen für notwendig. Mit dieser Maßnahme können wir im Saarland die Ausbreitung eindämmen und verlangsamen», sagt Hauptmann.

Zuvor hatten bereits italienische Forscher Deutschland davor gewarnt, die Situation zu unterschätzen und den gleichen Fehler zu machen wie Italien. Dort haben sich seit Beginn der Corona-Krise über 2000 Ärzte, Pfleger und Sanitäter infiziert.

(L'essentiel/aub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 16.03.2020 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt ob dann die kleinen Betriebe auch etwas vom Staat bekommen so wie früher wir Steuerzahler die Banken gerettet haben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arm am 16.03.2020 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt ob dann die kleinen Betriebe auch etwas vom Staat bekommen so wie früher wir Steuerzahler die Banken gerettet haben