Rheinland-Pfalz

10. August 2020 13:33; Akt: 10.08.2020 13:47 Print

Erste Gemeinden rufen zum Wassersparen auf

Mainz/Simmern-Rheinböllen – Gemeinden in Rheinland-Pfalz warnen aufgrund der andauernden Trockenheit vor einer Wasserknappheit.

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Erste Gemeinden in Rheinland-Pfalz rufen bereits zum Wassersparen auf. Es gebe erste Anzeichen, dass es knapp wird. (Bild: DPA/Harald Tittel)

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Von Aufrufen bis Verboten: Wegen der anhaltenden Trockenheit rufen erste Gemeinden in Rheinland-Pfalz zum Wassersparen auf. Noch gebe es bei der Wasserversorgung keinen akuten Notstand, sagte der Referent für Wasserwirtschaft beim Städte- und Gemeindebund Rheinland-Pfalz, Thomas Rätz, am Montag in Mainz. «Aber es gibt Signale, die zeigen, dass es enger wird.»

So hat beispielsweise die Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen im Rhein-Hunsrück-Kreis wegen drohenden Wassermangels bereits Verbote erlassen: Um die Grundversorgung mit Trinkwasser sicherzustellen, dürfen seit Sonntag unter anderem keine Pools oder Planschbecken in Gärten befüllt werden, keine Grünflächen mehr gewässert oder Autos auf Privatgrundstücken gewaschen werden.

Auch die Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwald hat ihre Bürger zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. An den heißen Tagen werde deutlich mehr Wasser verbraucht, daher sollte nun sorgsam mit der Ressource umgegangen werden, teilte die Verbandsgemeinde mit.

« Wenn es eng wird, ist es eher ein Problem der Infrastruktur »

Mit Blick auf eine mögliche Wasserknappheit gebe es regional Unterschiede, sagte Rätz. Eher von dem Problem betroffen seien Gemeinden in Mittelgebirgen, die «relativ nahe Grundwasservorkommen haben und bei denen bekannt ist, dass die Neubildungsraten schon länger zurückgehen». Dazu gehörten Teile des Hunsrücks, der Eifel, des Westerwalds und des Pfälzer Waldes. An der Rheinschiene gebe es sehr alte und tiefe Grundwasservorkommen. «Die sind in der Regel überhaupt nicht betroffen», sagte Rätz.

Bei anhaltender Trockenheit und steigender Wassernachfrage sei es sinnvoll, die Verbraucher auf einen achtsamen Umgang mit Wasser aufmerksam zu machen, sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz, Horst Meierhofer. Grundwasserprobleme seien aber eher selten. «Wenn es eng wird, ist es eher ein Problem der Infrastruktur». Wasserleitungen seien eben nur bis zum Maximum belastbar. Die derzeitige Situation sei zwar eine Herausforderung, aber «nicht dramatisch».

(L'essentiel/dpa)

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