Berufung abgelehnt

16. Juni 2020 17:59; Akt: 16.06.2020 18:00 Print

Gefängnisbeamtin nach Affäre mit Häftling entlassen

KOBLENZ – Eine Gefängnisbeamtin hat nach einer Affäre mit einem Häftling ihren Job verloren. Die Frau hatte dem Mann Nacktfotos von sich geschickt.

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Eine deutsche Gefängnisbeamtin hatte sich in einen Häftling verliebt. (Bild: picturedesk.com (Symbolbild))

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Eine deutsche Gefängnisbeamtin in Koblenz (Rheinland-Pfalz) führte über mehrere Monate eine Liebesbeziehung zu einem Häftling. Sie wurde 2019 entlassen. Die Deutsche ging gegen ihre Entlassung vor. Vergeblich.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz wies ihre Berufung am Dienstag zurück - rechtskräftig und damit endgültig. Unter Verschleierung ihrer Identität habe die Justizvollzugsbeamtin dem Gefangenen Briefe geschrieben - mit der «Offenbarung sexueller Vorlieben und Fantasien sowie einer avisierten gemeinsamen Zukunft».

«Schweres Dienstvergehen»

Die Beamtin habe «ein schweres Dienstvergehen begangen», hieß es. Sie habe «aus eigensinnigen Motiven verantwortungslos eine Gefährdungslage für den Strafvollzug geschaffen und dabei alle Kollegen schwer hintergangen», urteilte das Verwaltungsgericht.

Weiters habe die Frau ein Armband und ein T-Shirt des Mannes unerlaubt mit nach Hause genommen. Vor ihren Kollegen hielt sie die Beziehung geheim. 2017 war die Affäre bei einer Kontrolle der Häftlingspost dann aber doch aufgeflogen.

Frau bestreitet intime Beziehung

Selbst nach einer Verlegung des Gefangenen und nachdem das Disziplinarverfahren gegen die Beamtin eingeleitet wurde, brach sie den Kontakt nicht ab. Sie soll Nacktfotos von sich sowie Aufnahmen ihrer Wohnung und ihres Grundstücks dem Häftling überlassen haben.

Laut OVG bestritt die Frau in ihrer Berufung, eine intime Beziehung zu dem Häftling gehabt zu haben. Das Gericht glaubte ihr nach den gefundenen Briefen nicht.

(L'essentiel/red)

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