Raubversuch

30. Juli 2021 13:33; Akt: 30.07.2021 13:48 Print

Goldschatz-​​Prozess in Trier beginnt

TRIER – Der Schatz in Trier besteht aus über 2600 Münzen. Der Mann, der mutmaßlich mit zwei weitern Komplizen versucht hat sie zu stehlen, steht ab nächster Woche vor Gericht.

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Gut eineinhalb Jahre nach dem versuchten Raub des riesigen Goldschatzes war der mutmaßlicher Täter verhaftet worden. (Bild: DPA/Thomas Frey)

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Einer der mutmaßlichen Täter des versuchten Goldschatz-Raubes aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier muss sich ab nächsten Dienstag (3. August) vor dem Landgericht Trier verantworten. Den Prozessbeginn teilte das Gericht am Freitag mit. Die Anklage wirft dem Niederländer versuchten schweren Bandendiebstahl vor: Man gehe davon aus, dass er mit zwei unbekannten Mittätern die mehr als 2600 Münzen aus purem Gold stehlen wollte. Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit ist das Aushängeschild des Museums in Trier.

Zwei Täter aus der Gruppe sollen sich in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 2019 über ein Baugerüst gewaltsam Zugang zum Museum verschafft haben. Sie hätten sich «zielgerichtet» zum Münzkabinett begeben, wo der Schatz ausgestellt war, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen.

2020 an Deutschland ausgeliefert

Sie flüchteten ohne Beute, da die Alarmanlage ausgelöst worden war und die Polizei kam. Ein dritter Täter soll draußen gestanden und die beiden gewarnt haben. Der 28 Jahre alte Angeklagte war anhand einer DNA-Spur, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde, ermittelt worden. Er war aufgrund eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und Mitte Dezember 2020 an Deutschland ausgeliefert worden.

Der Trierer Goldschatz war 1993 überraschend bei Bauarbeiten für ein Parkdeck in der ehemaligen Römerstadt gefunden worden. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.

(L'essentiel/dpa)

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