Wegen Protestaktionen

04. April 2018 16:43; Akt: 04.04.2018 17:12 Print

Greenpeace aus Kraftwerk Cattenom verbannt

CATTENOM – Die Umweltschutzorganisation kann bis auf weiteres nicht mehr an den Inspektionen des Kernkraftwerks teilnehmen.

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Dass Greenpeace-Aktivisten in jüngster Vergangenheit in mehrere französische Kernkraftwerke, darunter das von Cattenom , eingedrungen sind, hat der Betreibergesellschaft Électricité de France (EDF) eindeutig nicht gefallen. Als Vergeltungsmaßnahme verweigerte der Stromanbieter Vertretern der Umweltschutzorganisation die Teilnahme an ursprünglich von der französischen Behörde für nukleare Sicherheit (ASN) geplanten Inspektionsbesuchen in mehreren Werken, darunter Cattenom.

Roger Spautz, Leiter der Abteilung Atomkraft bei Greenpeace Luxemburg, hat in den letzten Jahren als Mitglied der lokalen Nuklearinformationskommission in Cattenom (CLI) regelmäßig an diesen Inspektionen teilgenommen. «Die ASN hat mir gerade mitgeteilt, dass ich dies in diesem Jahr nicht tun kann, aber wir prüfen bereits die Modalitäten eines Widerspruchs», sagte er auf Nachfrage von L'essentiel.

Kraftwerksleitung äußert sich nicht

Laut Greenpeace werde diese Entscheidung «weder den legitimen Fragen der Bürger noch der Anwesenheit von Greenpeace an ihrer Seite ein Ende setzen, um die Risiken zu dokumentieren, deren Realität EDF bestreitet». Die Proteste der Umweltschützer richten sich vor allem gegen die Lagerung von ausgebrannten Brennstäben in Kraftwerken.

«Die Entscheidung, Greenpeace die Teilnahme an den Inspektionsbesuchen zu verweigern, kommt von der Commission Locale d'Information Nucléaire (CLI), an der der Staat und die EDF beteiligt sind», sagte Pierre Bois, Leiter der Straßburger ASN-Abteilung zu L'essentiel. «Wir bestätigen den Ausschluss, aber wir geben keinen Kommentar ab», erklärte die Leitung des Kernkraftwerks Cattenom auf Nachfrage.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 05.04.2018 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da hat wohl einer Dreck am Stecken, wenn er sich vor Kritik und kritischen Blicken fürchtet.

  • Dietmar Spiegel - Aachen am 11.04.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Morgen gibt es hier in Aachen eine Diskussion von Aussenminister Asselborn (L) und Sven Giegold (EP): Ich werde versuchen, Cattenom -Thiange und die Folgen einer AKW-Havarie für die Maas anzusprechen und auf die Petitionen hinzuweisen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dietmar Spiegel - Aachen am 11.04.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Morgen gibt es hier in Aachen eine Diskussion von Aussenminister Asselborn (L) und Sven Giegold (EP): Ich werde versuchen, Cattenom -Thiange und die Folgen einer AKW-Havarie für die Maas anzusprechen und auf die Petitionen hinzuweisen.

  • dusninja am 05.04.2018 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da hat wohl einer Dreck am Stecken, wenn er sich vor Kritik und kritischen Blicken fürchtet.