Rheinland-Pfalz

20. August 2018 11:19; Akt: 20.08.2018 11:19 Print

Großbrand richtet Millionenschaden an

SAARBURG — Der schwarze Rauch war kilometerweit zu sehen, die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach. Ein Feuer hat in der Gemeindeverwaltung von Saarburg gewütet.

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Beim Brand in Saarburg ging alles ganz schnell. (Bild: DPA/Harald Tittel)

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Der Dachstuhl ist komplett abgebrannt, mehr als die Hälfte der Büros nicht mehr nutzbar: Ein Großfeuer in der Gemeindeverwaltung von Saarburg bei Trier hat einen Schaden von mehreren Millionen Euro verursacht. «Es ist schon eine Katastrophe», sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Jürgen Dixius (CDU), am Montag in Saarburg. Bis alles wieder repariert sei, werde es sicher Jahre dauern. Der Brand war am Sonntagabend aus unklarer Ursache im Dachgeschoss des historischen Gebäudes ausgebrochen - und hatte sich rasch ausgebreitet. In der Verbandsgemeinde leben gut 23.000 Menschen.

«Es war eine enorme Feuersbrunst», sagte der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein. Die Flammen hätten teils mehr als zehn Meter hoch aus dem Dach geschlagen. «Der Dachstuhl ist komplett abgebrannt. Es ging unwahrscheinlich schnell.» Teile des Dachstuhls seien eingestürzt. Fünf Löschzüge mit rund 200 Feuerwehrleuten auch aus dem benachbarten saarländischen Merzig und Mettlach seien die Nacht über im Einsatz gewesen. Das Feuer im Dach des mehrgeschossigen Hauses sei über Drehleitern teils in bis zu 20 Metern Höhe gelöscht worden.

Erst am Montagmorgen waren die Nachlöscharbeiten zu Ende. Wegen Einsturzgefahr mussten Giebel abgestürzt werden, bevor Experten zur Ermittlungen den Brandort betreten konnten. «Mindestens 55 Prozent der Hauptverwaltung sind zerstört», schätzte Hein. «Die Nebengebäude konnten wir halten.» Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.

Die Verwaltung wolle in den nächsten Tagen «in wichtigen Bereichen» wie beispielsweise mit dem Standesamt wieder arbeitsfähig werden, sagte der Bürgermeister. Die noch nutzbaren Büros seien derzeit ohne Strom und EDV-Anbindung. «Wir müssen schauen, wo können wir jetzt schnell provisorische Büros einrichten.» Glücklicherweise sei der Serverraum in einem Gewölbekeller des Gebäudes untergebracht. Die Verbandsgemeinde zählt laut Dixius mehr als 110 Mitarbeiter.

Eine weitere Herausforderung sei nun die zum 1. Januar 2019 geplante Fusion mit der Verbandsgemeinde Kell am See, sagte Dixius. Eigentlich sei geplant, die Verwaltungen im Haus in Saarburg zusammenzuführen. «Da müssen wir uns jetzt noch viele Gedanken machen.»

(L'essentiel/dpa)

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