Annegret Kramp-Karrenbauer

03. Juni 2015 11:36; Akt: 03.06.2015 12:12 Print

«Homo-​​Ehe könnte zu Verwandten-​​Ehe führen»

SAARBRÜCKEN - Die saarländische CDU-Ministerpräsidentin Annegret-Kramp Karrenbauer sorgt mit Aussagen über die gleichgeschlechtliche Ehe für große Irritationen.

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Annegret Kramp-Karrenbauer mit Xavier Bettel: Wie der seit kurzem mit einem gleichgeschlechtlichen Partner verheiratete Luxemburger Regierungschef die Aussagen seiner Amtskollegin aus dem Saarland wertet? (Bild: Editpress)

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Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) lehnt eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ab. «Es stellt sich die Frage, ob wir grundlegende Definitionen unserer Gesellschaft verändern wollen, und zwar mit womöglich weitreichenden Folgen», sagte die CDU-Landeschefin der Saarbrücker Zeitung (Mittwoch). Es gebe in Deutschland bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau.

«Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen», mahnte Kramp-Karrenbauer.

Bestehende Diskriminierungen zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft müssten aber abgebaut werden. «Am Ende dieses Prozesses werden wir uns wahrscheinlich auch mit der Frage nach der Volladoption befassen müssen.» Diese lehne sie ab, sagte Kramp-Karrenbauer. Seit Jahren heiße es, dass für die Entwicklung von Kindern Vater und Mutter die beste Konstellation sei. «Gerade diese Frage dürfen wir nicht daran festmachen, ob sich jemand diskriminiert fühlt oder nicht - sondern allein am Kindeswohl.»

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(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mark am 03.06.2015 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau hat jedoch nicht ganz unrecht. Wenn man solche Definitionen verändert und in Gesetzestexten festhält, werden die Formulieren immer allgemeiner. Durch diese könnten dann "schlupflöcher" enstehen die zu konsequenzen führen die niemand will. Man muss also aufpassen auf das was man macht und nicht alles übers knie brechen nur weil es gerade hip ist.

  • Peter K am 03.06.2015 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Als Bettel geheiratet hat wunderten sich saarländische Medien, dass dies in einem doch so katholisch konservativen Land wie das Großherzogtum möglich sei, wie lebt es sich denn im Saarland mit einer ach so li(e)beralen Regierung von Vorgestern?

  • Rudi am 04.06.2015 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    " etwa eine Heirat von mehr als zwei Menschen", HURRA, wir haben gedreiratet!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rudi am 04.06.2015 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    " etwa eine Heirat von mehr als zwei Menschen", HURRA, wir haben gedreiratet!

  • Ferni Muller am 04.06.2015 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn diese feine Dame von "Kindeswohl" spricht, dann suggeriert sie ja auch, dass 2 Frauen oder 2 Männer einem Kind also nicht gut bekommen würden. Und wie ist es mit Kindern von alleinerziehenden Müttern und Vätern ? Heimkindern ? Strassenkindern ? Falls nur ein Kind aus einer kaputten Familie oder von der Strasse geholt werden kann, lohnt sich das Adoptionsgesetz bereits. Und mit der Heirat von engen Verwandten ? Geht's noch ! Ob man als Mann eine Kusine heiratet oder einen Cousin, ist doch dasselbe.

  • Mark am 03.06.2015 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau hat jedoch nicht ganz unrecht. Wenn man solche Definitionen verändert und in Gesetzestexten festhält, werden die Formulieren immer allgemeiner. Durch diese könnten dann "schlupflöcher" enstehen die zu konsequenzen führen die niemand will. Man muss also aufpassen auf das was man macht und nicht alles übers knie brechen nur weil es gerade hip ist.

  • Peter K am 03.06.2015 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Als Bettel geheiratet hat wunderten sich saarländische Medien, dass dies in einem doch so katholisch konservativen Land wie das Großherzogtum möglich sei, wie lebt es sich denn im Saarland mit einer ach so li(e)beralen Regierung von Vorgestern?