Kontaktnachverfolgung

10. September 2021 11:06; Akt: 10.09.2021 12:07 Print

Im Saarland ist die «Luca»-​​App bislang ein Reinfall

SAARBRÜCKEN – Die als Hoffnungsträger der Coronakrise gefeierte Anwendung «Luca» hat laut einem «SR»-Bericht noch in keinem Corona-Fall im Saarland die Nachverfolgung ermöglicht.

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Die Corona-App «Luca» war im Saarland bisher in keinem Corona-Fall bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen behilflich. Das berichtet der «Saarländische Rundfunk» unter Berufung auf die saarländischen Gesundheitsämter. Seit der Einführung der App im April wurden über 13.000 Corona-Infektionen bei unseren Nachbarn registriert. Die App war in Deutschland und besonders im Saarland als großer Schritt in der Pandemiebekämpfung beworben worden.

Vor allem im «Saarland-Modell» der Landesregierung spielte die Kontaktnachverfolung per App eine zentrale Rolle bei den Öffnungsschritten, die zum Ende des Lockdowns im Frühjahr eingeleitet worden waren. Die Gesundheitsämter hätten zwar vereinzelt Abfragen an die Datenbank der App geschickt, die Daten, die man erhalten habe, hätten jedoch nicht weitergeholfen.

Verspätete Rückmeldung

Im Regionalverband Saarbrücken gab es offenbar zwei Fälle, in denen die App eigentlich hätte helfen können. Die Kontaktlisten sind jedoch erst nach rund einer Woche beim zuständigen Gesundheitsamt eingegangen. Somit sei keine sinnvolle Nachverfolgung mehr möglich gewesen. Luxemburg hat in der Pandemie bislang auf das Contacttracing per App weitestgehend verzichtet. Eine eigene App zu entwickeln sei angesichts der Größe des Landes nicht angedacht, hatte Premierminister Xavier Bettel (DP) bereits im April 2020 auf einer Pressekonferenz gesagt.

Mit Verweis auf Datenschutz hat die Regierung zu dem bislang auch eine klare Empfehlung für andere Tracing-Apps vermieden. Derzeit sind in Luxemburg unter anderem die Corona-Warnapp des RKI als auch die Luca App zwar in den Appstores verfügbar, für Luxemburger sind sie jedoch nur von eingeschränktem Nutzen. Denn positive Tests aus Luxemburg können in der App nicht hinterlegt werden, sodass über positive Infektionen, die hierzulande aufgedeckt werden, andere Nutzer nicht direkt informiert werden können.

(hoc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pablo am 13.09.2021 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Naja Luca App. Ich hab diese verdammt App nicht mal zum laufen bekommen. die App sollte mir zum verifizieren meiner Angaben einen Code senden der aber nie bei mir angekommen ist egal wie oft ich den Code neu senden ließ. Ich musste im Hotel beim Frühstück dann ein Zettel mit name und vorname ausfüllen. anstatt ganz einfach mit der App einen QR Code zu scannen.

  • Nagoya Projekt am 10.09.2021 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Die Corona-App «Luca» war im Saarland bisher in keinem Corona-Fall bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen behilflich. Egal, si sëcher dass die 13.000 Leit awer perfekt traçéiert gi sinn, ass dat net woufir se geduecht ass déi App, eis all op Schrëtt an Trëtt nozegoen fir déi Daten da weiderzeverkafen? Irgendwou muss et jo e return on investment ginn och wann et naischt um sanitäre Plang bréngt. Souwie zu Letzebuerg, fir d'éischt get ganzt Land getest an dann hu mer ob eemol eng Luxbiobank déi mat (eisem?) geneteschem Material Geld mécht? Transparent fir d'Bevölkerung ass dat Ganzt do net

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pablo am 13.09.2021 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Naja Luca App. Ich hab diese verdammt App nicht mal zum laufen bekommen. die App sollte mir zum verifizieren meiner Angaben einen Code senden der aber nie bei mir angekommen ist egal wie oft ich den Code neu senden ließ. Ich musste im Hotel beim Frühstück dann ein Zettel mit name und vorname ausfüllen. anstatt ganz einfach mit der App einen QR Code zu scannen.

  • Nagoya Projekt am 10.09.2021 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Die Corona-App «Luca» war im Saarland bisher in keinem Corona-Fall bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen behilflich. Egal, si sëcher dass die 13.000 Leit awer perfekt traçéiert gi sinn, ass dat net woufir se geduecht ass déi App, eis all op Schrëtt an Trëtt nozegoen fir déi Daten da weiderzeverkafen? Irgendwou muss et jo e return on investment ginn och wann et naischt um sanitäre Plang bréngt. Souwie zu Letzebuerg, fir d'éischt get ganzt Land getest an dann hu mer ob eemol eng Luxbiobank déi mat (eisem?) geneteschem Material Geld mécht? Transparent fir d'Bevölkerung ass dat Ganzt do net