Pilotprojekt

24. Juli 2018 18:40; Akt: 24.07.2018 18:41 Print

In Mainz arbeiten Flüchtlinge als Busfahrer

MAINZ – Als im Sommer 2015 viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, sah ein Verkehrsbetrieb seine Chance: Es rekrutierte die Männer aus Syrien und Afghanistan als Busfahrer.

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Fahrlehrer Udo Mathes (l.) unterrichtet den Syrer Aloua Alabdallah im Rahmen seiner Ausbildung zum Busfahrer. (Bild: DPA/Andreas Arnold)

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Eine Ausbildung zum Busfahrer soll Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz eine Brücke in den Arbeitsmarkt bauen. Ein entsprechendes Pilotprojekt in Mainz unterstützt Menschen aus Syrien, Afghanistan oder dem Iran.

«Ich bin ausgesprochen froh über derartige Projekte», sagte Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), am Dienstag beim Nahverkehrsunternehmen Mainzer Mobilität (MVG). Unternehmen gäben bei der Ausbildung von Flüchtlingen häufig zu früh auf, etwa wenn der Sprachkurs nicht erfolgreich sei. Aus der ersten Gruppe des Projekts haben mittlerweile sechs Geflüchtete einen Arbeitsvertrag, fünf weitere beginnen am 1. August. Die MVG hatte den Teilnehmern von Anfang an eine Einstellung zugesichert.

Die Idee zu dem Projekt entstand 2015. Ein Jahr später nahmen die ersten 20 Geflüchteten an einem Programm teil, das sie auf die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer vorbereitet und dabei begleitet. Das gemeinnützige Unternehmen Arbeit & Leben in Mainz hat dafür einen branchenspezifischen Sprachkurs entwickelt. «Wir versuchen, die Teilnehmer sprachlich so fit wie möglich zu machen», sagte Marc Beer, der das Kurskonzept entwickelt hat. Die auch auf andere Branchen übertragbare Idee sei es, «den Sprachunterricht in Zusammenarbeit mit einem betrieblichen Partner so arbeitsplatznah wie möglich zu gestalten».

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lux am 25.07.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut saach dann soll den awer och Deitsch leieren an konditionen wei dei aaner bus fuere och.

  • pit am 25.07.2018 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kreien bestemmt och dat nach alles vum staat bezuehlt. alles nemmen hannen ran geblosen fir dei "aarm leit". mee dei normal bierger(op deutsch oder letz, etc) kennen kuken dass se eenz gin

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  • Niemand am 25.07.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    facepalm . . . no comment.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lux am 25.07.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut saach dann soll den awer och Deitsch leieren an konditionen wei dei aaner bus fuere och.

  • Niemand am 25.07.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    facepalm . . . no comment.

  • pit am 25.07.2018 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kreien bestemmt och dat nach alles vum staat bezuehlt. alles nemmen hannen ran geblosen fir dei "aarm leit". mee dei normal bierger(op deutsch oder letz, etc) kennen kuken dass se eenz gin

    • John doe am 25.07.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

      Wann déi schaffe ginn – wou ass dann do de Problem w.e.g.?

    • Nachdenker am 25.07.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      Sind Sie da ernsthaft neidisch? Sind Sie auch neidisch auf die Erlebnisse, die diese Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Iran in ihren Heimatländern hatten? Und auf die Flucht? Und darauf, dass sie wahrscheinlich von Freunden und Familie getrennt sind, falls die überhaupt noch alle leben? Übrigens werden Busfahrer dringend gesucht, sei es in Luxemburg oder in Deutschland. In Luxemburg gibt es ja immer mehr RTGR-Linien und dichtere Takte, während in Deutschland der Fernbusverkehr die Nachfrage verschärft hat. Freuen Sie sich über jede(n) Busfahrer(in), der Beruf ist sehr sinnvoll :-)

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