Bei US-Politikern

19. Juli 2020 19:21; Akt: 19.07.2020 19:31 Print

Länderchefs bitten um Einsatz für Truppenverbleib

MAINZ – Die Regierungschefs der Länder mit Stützpunkten des US-Armee haben sich in einem Brief an Politiker in den USA gewendet. Sie sollen den Abzug der Soldaten abwenden.

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Über Ramstein in Rheinland-Pfalz läuft die Versorgung der US-Einsätze im Irak oder in Afghanistan (Bild: DPA/Sebastian Kramer)

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In der Debatte um einen möglichen Abzug von US-Streitkräften gehen die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz in die Offensive. Nach Informationen von Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Süddeutscher Zeitung (Montag) haben sie sich gemeinsam an 13 US-Senatoren und Kongressabgeordnete gewandt, um einen Teilabzug der in Deutschland stationierten Truppen zu verhindern. Die Militärpräsenz diene den strategischen Interessen der USA und sei auch «in ihrer Bedeutung für die transatlantische Partnerschaft nicht hoch genug einzuschätzen», heißt es in dem Schreiben, das den Blättern vorliegt.

Insgesamt sind knapp 35.000 US-Soldaten in Deutschland. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, 9500 davon abziehen zu wollen. Er begründete den Schritt damit, dass Deutschland zu wenig für Verteidigung ausgebe. Zwar hat die Bundesregierung den Verteidigungsetat drastisch erhöht, verfehlt das Nato-Ziel von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit 1,38 Prozent aber immer noch deutlich. Zum Vergleich: Die USA zahlen 3,4 Prozent.

Betroffene Standorte noch ungewiss

Unklar ist bisher, welche Standorte bundesweit betroffen sein könnten. Die zuständigen Ausschüsse des US-Kongresses beraten den Zeitungen zufolge von Dienstag an über den Teilabzug.

Grafenwöhr in der Oberpfalz gilt als einer der europaweit größten Standorte der US-Armee. Über Ramstein in Rheinland-Pfalz läuft die Versorgung der US-Einsätze im Irak oder in Afghanistan, im benachbarten Landstuhl steht das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der USA. In Stuttgart befinden sich die Kommandozentralen für die US-Streitkräfte in Europa und in Afrika. Das hessische Wiesbaden beherbergt die Zentrale der US-Army in Europa.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heng am 20.07.2020 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der nächste Präsident wird sowieso alles wieder rückgängig machen, was Trump verordnet hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heng am 20.07.2020 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der nächste Präsident wird sowieso alles wieder rückgängig machen, was Trump verordnet hat.